Samarkand, 18. und 19. Juni

Stellt Euch Istanbul und Marrakesch vor, aber ohne Touristenschwärme. Dann legt noch überaus freundliche Menschen, außer sie fahren Auto, günstigste Preise und kulturell noch mal einen oben drauf und ihr seid in Samarkand. Den Registan kennt man natürlich von Photos. Aber hier stehen noch massig weitere solcher Medressen, Moscheen und Mausoleen, man verliert den Überblick.

Fangen wir deshalb unseren Bericht von Samarkand mit Strassenszenen auf dem Weg zu den Sehenswürdigkeiten an.

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Mausoleen von Weitem.

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Blick auf das Bibi Hanoum Mausoleum direkt am Bazar.

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Was auffällt, überall gibt es mit Bäume und Schatten eben dieser Bäume. Hat man den inneren Teil der Stadt erreicht, ist alles mit Parkanlagen verbunden durch die man geht. Auch hier gilt, alles gepflegt und sauber.

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Der Bazar (Siyob Bozor).

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Das ist übrigens kein Teller, sondern Brot.

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Der Weg vom Bazar zum Registan.

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Man muss es noch einmal hervorheben, wo wir uns in St. Petersburg noch an den Chinesentruppen vorbei kämpfen mussten und an den Besuch der Hermitage gar nicht zu denken war, hier gibt es das nicht. Man kann alles ohne Stress und Menschenmassen genießen.
So erreichen wir den Registan nach einem gemütlichen Spaziergang, vorbei an interessanten alten und neuen Gebäuden.

Der Registan allerdings, der haut einen von den Socken. Nicht nur, weil es der größte öffentliche Platz der Welt ist.

Ankunft durch den Park.

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In der größten Mittagshitze werden die Blumenrabatten mit einem Zelttuch geschützt. Dann der Anblick von vorn. Obwohl ich mal gesagt habe, dieses Bild macht ja jeder, musste ich es auch machen, da der Blog ohne dieses Photo unvollständig wäre.

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Hier noch weitere Bilder von diesem „Kulturwunder“.

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Blick in einen Innenhof.

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Einer der drei Innenhöfe der ehemaligen Medressen. Schön ist es zu sehen, dass auch hier das normale Leben geführt wird, auch wenn es erst mal irritiert, dass es in einem solchen Kulturdenkmal Läden gibt.

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Nach so viel Kultur hatten wir uns erst mal eine kleine Mittagspause verdient. Wir saßen in einem der vielen liebenswerten Restaurants der Stadt und genossen das Leben um uns herum.

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Dann ging es weiter, entlang der herrlichen Parkanlagen…

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…beispielsweise zum Amir Themur (Tamerlan) Mausoleum.

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Wir könnten jetzt noch Bilder über Bilder weiterer atemberaubender Sehenswürdigkeiten zeigen, was aber den Rahmen des Blogs sprengen würde. Wir laden euch aber gerne zu einem einwöchigen Bildervortrag bei Brot und Wasser ein.

Mittlerweile sind wir in Buchara angekommen (wie man auch an dem besseren Internetzugang erkennen kann). Wir freuen uns auf diese Handelsmetropole der Neuzeit, aber vor allem der Seidenstrasse. An den Temperaturen (Spätnachmittag 40,5°) kann man erkennen, dass es sich um eine Wüstenstadt handelt. Man kann es allerdings auch an den Gebäuden sehen. Hier mal ein Blick auf unser Hotel. Mehr morgen.

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Buchara, 20. Juni

Buchara, ein Name aus tausend und einer Nacht und so sieht es hier auch aus.

Die historisch bedeutsamen Gebäude liegen eng beieinander. Die alten Karawansereien, Medressen, Moscheen und Mausoleen sind alle in Lehmziegeln ausgeführt. Merkwürdig erscheint uns auf den ersten Blick, dass oftmals noch Läden oder wieder Hotels in den Gebäuden eingerichtet sind. Gleichzeitig wird dadurch aber alles lebendiger und macht ja auch Sinn.

Buchara ist im historischen Kern deutlich touristischer als Samarkand. Gleichzeitig wird man aber von den meisten Leuten gegrüßt. Oft kommt die Frage „where you from?“ und das nicht immer nur von Verkäufern.

40° in der Wüste sind mit trockener Luft und einem leichten Wind übrigens gut zu ertragen. Wir haben die Mittagspause allerdings (rein vorsorglich!?) im klimatisierten Hotelzimmer verbracht.

Blick auf den historischen Kern.

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Die Festung. Innen befinden sich verschiedene Museen, sehr interessant vor allem das zur Entwicklung der Oase Buchara.

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Moschee Bala House.

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Medresse Chor Minor.
Die ist übrigens so klein, dass man sie hinter normalen Häusern nicht sehen kann. Dann liegt sie versteckt und man muss durch verwurzelte Gässchen, die so gar nicht touristisch aufbereitet waren, laufen um überhaupt hinzukommen. Kein Hinweisschild und die Strassen und Gassen haben auch keine Bezeichnung. Trotz Karte haben wir über eine Stunde gesucht.

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Weitere Eindrücke vom historischen Kern.

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(Übrigens auch hier keine Touristenschwärme, sondern überwiegend „Einheimische“. Offensichtlich sind wir nicht in der Saison hier).

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Die historischen Bazare, es gibt davon mehrere, sind noch in Funktion

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Ich erwähnte es schon, man wird von vielen Menschen angesprochen. Fast alle Kinder riefen uns ein „Hello“ entgegen.

Hello my Name is Aziz.

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Der kleine Junge wohnt um die Ecke unseres Hotels.

Während des Abendessens wurden wir von dem 16 jährigen Sohn einer usbekischen Familie, die am Nachbartisch saß, auf englisch angesprochen. Die Mutter, sichtbar stolz auf ihren Sohn, fing nach Kontaktaufnahme erst mal an ihm Fragen zu soufflieren. Später fing die ganze Familie an auf den Armen einzureden und die Antworten kaum noch abzuwarten.
Wir bekamen dann heraus, dass der Sohn an diesem Abend Geburtstag hat und 16 wurde.

Anscheinend haben wir unsere Sache gut gemacht, denn zur Belohnung gab es ein  Stück Geburtstagstorte für uns.

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Apropos, Gastwirtschaften am zentralen Platz von Buchara.

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Zum Abschluss unser leckerer Pilav nach Buchara Art, mit lokalem Bier.

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Jetzt geht es zurück nach Samarkand, ein Servicetag mit tanken und einkaufen für den Weg nach Kirgistan.

Auf dem Weg nach Kirgistan, 21./22. Juni

Kläuse von Präsidenten bedrängt.

Beinahe wären wir aus Buchara nicht weggekommen. Für uns zunächst völlig unver-ständlich befand sich auf der Straße die aus der Altstadt führte eine Blockade von 4 Bussen. Ein ebenfalls wartender und des englischen mächtiger Einheimischer erklärte uns, dass die Stadt zu wäre, da sich der chinesische Präsident zum Besuch angemeldet hat. Alle Diskussionen waren zunächst ohne Erfolg. Aber Hartnäckigkeit, Erklärungsversuche mit großen Gesten und ein weinerlicher Gesichtsausdruck brachten den Polizisten an der Barriere dazu, mit seinen Kollegen zu telefonieren.

Der Schnappschuss durch die Barriere ist nicht wirklich gut geworden, aber der Erfolg war, dass wir hinter diesem Polizeiwagen in die verkehrsfreie Stadt einfahren, und vor allem wieder rausfahren durften.

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Apropos Polizei. Das Einzige was wir an Usbekistan wirklich befremdlich fanden war, dass mindestens an allen Bezirksgrenzen Polizeikontrollen von festen Kontrollstationen aus stattfanden. Dreimal dürft ihr raten, wer bevorzugt rausgewunken wurde.

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Ansonsten befinden sich auf den Strassen vor allem koreanische Kleinwagen (auch wenn sie heutzutage Chevrolet heißen). Dabei häufig vertreten die kleinen Daewoo Busse, in die zur Not auch mal 8 kräftige Männer passen.

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Geisterfahrer auf usbekisch.

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Viehtransport

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…und sonstige Transporte.

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„Einspurige“ Straße vor einem Bahnübergang.

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Versorgungseinrichtung an der Straße.

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Beobachter

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Blick nach Tajikistan.

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Berge vor dem Ferganatal, immerhin auch 2000 m hoch.

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Einfahrt in den Pass zum Ferganatal. Im Pass selber durfte nicht mehr fotografiert werden. Es stand viel Militär an den Tunnels und wir wurden auch darauf kontrolliert, ob wir Fotos oder Filme gemacht hatten.

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Jetzt sind wir Euch noch die Mehrzahl von Präsident schuldig. Eigentlich hatten wir vor, in Samarkand einen Servicetag mit tanken und einkaufen einzulegen. Glücklicherweise hatten wir abends bereits, unter Vermittlung unseres Hotelpersonals, Diesel tanken können. Das ist nämlich nicht einfach in Usbekistan. Wir waren also am nächsten morgen schon fast auf dem Weg zum Basar, da teilte uns eine Hotelmitarbeiterin mit, dass ab 10 Uhr die Stadt gesperrt wird, da der pakistanische Präsident zu Besuch kommt. Da war es gerade 9.15 Uhr. Wir also hektisch alles abgebrochen,  Auto gepackt und losgefahren.

Jetzt sitzen wir in Namargan, nahe der kirgisischen Grenze. Die wollen wir morgen überqueren und das gastliche Usbekistan verlassen. Usbekistan war unvergesslich. Man könnte noch eine Menge von Superlativen dranhängen. Wir waren jedenfalls nicht das letzte mal hier.

Wir freuen uns jetzt auf Kirgistan und werden dort in die kirgisische Bergwelt eintauchen. Wir melden uns wieder, wenn es einen Internetzugang gibt.

Kirgistan 23. bis 26. Juni

Wir sind total begeistert. Wenn Usbekistan das bisherige kulturelle Highlight war (Entschuldigung St. Petersburg), dann ist Kirgistan das Natur-Highlight.

Es war allerdings sehr schwierig nach Kirgistan zu kommen. Wie in Kasachstan war es auch in Usbekistan schwieriger das Land zu verlassen, als hinein zu gelangen. Der erste von uns angefahrene Grenzübergang war geschlossen. Der zweite ebenfalls. Wir mussten dann ganz rüber nach Osh fahren, um einen geöffneten Grenzübergang zu finden. Um dann Usbekistan zu verlassen, mussten wir (zusammen mit 5 Zöllnern) unser Auto auf den Kopf stellen um dann, nach zweieinhalb Stunden, gesagt zu bekommen, dass alles wunderbar wäre, vor allem unser Auto. In Kirgistan wurden wir sehr zuvorkommend begrüsst, war auch alles easy, aber bis alle Daten in gefühlt hundert Kladden eingetragen waren, vergingen auch zwei Stunden. Der ganze Tag also für Grenzüberquerung genutzt.

Dann waren wir drinnen, zusammen mit unserem Beleg über die neu eingeführte Ökosteuer.

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Wir hatten auch noch Äpfel aus Kasachstan dabei (Andrea hatte gelesen das dort mit Fäkalien gedüngt wird) die wir noch ihrer Bestimmung zuführen mussten.

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Zunächst waren wir immer noch im Ferganatal unterwegs in Richtung Berge, mussten aber den Weg auf der kirgisischen Seite der Grenze wieder zurückfahren, den wir wegen der geschlossenen Grenzübergänge auf der usbekischen Seite Richtung Osten gefahren waren.

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Kirgisische Autofahrer unterscheiden sich nicht von usbekischen. Jeder ist bereit, für drei Meter Raumgewinn sein Leben zu riskieren. Überall muss man auf einer einspurigen Strasse schauen, ob man gerade von rechts oder von links überholt wird.

 

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So zischten also links und rechts die Fahrzeuge an uns vorbei und letztlich waren wir so ziemlich die Langsamsten auf der Strecke. Aber das schützte uns nicht vor der kirgisischen Verkehrspolizei. Die Einzigen, die ständig rausgewunken wurden, waren wir. Einmal waren wir auch tatsächlich, zwar immer noch die Langsamsten, 50 statt 40 gefahren. Mit Protokoll und Fahrt zur Bank usw. haben sie uns gedroht, da haben wir lieber „freiwillig“ 200$ bezahlt, um weiter zu kommen. Das schien den zwei beteiligten Polizisten so gut gefallen zu haben, dass sie uns auf den nächsten 100 km noch zwei mal rausgewunken haben. Einmal der Hinweis wir seien zu schnell gefahren, aber sie winkten uns trotzdem weiter und einmal eine weitere Kontrolle mit Radarpistole. Rauswinken war eins, doch dann die für sie schlechte Nachricht, wir waren „akkurat“ unterwegs. Danach tauchten sie nicht mehr auf.

Das Landleben machte auf uns einen beschaulichen Eindruck.

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Auf dem Weg in die Berge, d.h. jetzt wirklich in die Berge, Pässe von über 3500m Höhe.

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Ein Stausee, noch im Vorgebirge.

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Kirgisische Raststätte. Auf dem Weg zur Toilette landete Andrea im Gebetsraum, der hier wohl deutlich wichtiger ist als die Toilette, die sich dann weit neben dem Gebäude befand. Auch das Essen bestellen war hier etwas schwierig, doch mit zeigen auf das Essen anderer Gäste, sehr zur Belustigung des Publikums, haben wir es hinbekommen.

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Dann, schon auf etwas mehr als 2000m Höhe, unsere erste „echte“ Jurte….

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….gleich mit Pferden.

Die kirgisische Hochebene, oder jedenfalls ein Teil davon. Jetzt sind wir schon auf ca. 2500m.

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Wie „gigantisch“ das alles auf uns gewirkt hat, können die Bilder leider nicht ansatzweise rüberbringen. Es war einfach der Hammer.

Schlafplatzsuche noch auf der Hochebene.

 

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Als das nicht zu unserer Zufriedenheit ausfiel, trafen wir die Entscheidung, noch über den nächsten Pass zu fahren und dann weiter zu schauen, statt zurückzufahren und bei den Jurten zu übernachten.
Das war eine glatte Fehlentscheidung. Denn jetzt kam der Töö-Arbuut-Pass, 3586m hoch, widrigste Strassenbedingungen, LKW, die sich im Schritt nach oben kämpfen und zu allem Überfluss ein mindestens 3 km langer Tunnel, an dem zwei LKW nicht aneinander vorbeikommen. Adrenalinausstoss ohne Ende ist garantiert.

Danach keine Hochebene mehr. Es geht runter Richtung Bishkek. Mist. Aber zurückfahren war auf keinen Fall eine Alternative. Nie mehr wieder diesen Pass, na ja jedenfalls nicht an einem Tag zwei mal.

Also suchten wir uns dann in der Ebene einen Schlafplatz. War dann auch sehr nett, mit schöner Aussicht.

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Wie gesagt, Kirgistan ist wunderschön.

Wir sind am nächsten morgen dann Richtung Ysyk-Köl See, nach dem Titicaca See der zweitgrösste Gebirgssee der Welt, aufgebrochen.

Eigentlich wollten wir noch in Bishkek eine Zwischenlandung machen, haben jedoch vor dem Verkehr in die Stadt irgendwann kapituliert.

Dafür haben wir dann am Ysik-Köl einen sehr schönen Schlafplatz mit grandioser Aussicht finden können.

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Unsere Nachbarn am See.

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Unsere Aussicht beim Frühstück.

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Hier hätten wir es auch noch länger ausgehalten. Wir waren allerdings mit Natali verabredet. Mit ihr haben wir uns jetzt auch getroffen und sitzen in einer bezaubernden Pension, bei Tanja und Jura in Cholpon-Ata (am Ysik-Köl) und haben gerade lecker gegessen und ein paar Wodka getrunken.

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Ihr könnt den Eingang zu unserem Zimmer sehen.

Hier lassen wir es uns jetzt gutgehen, bis wir zum Torugart- Pass und damit nach China aufbrechen.

 

 

 

Kirgistan, Cholpon-Ata, 27. und 28. Juni

Wir lassen es jetzt mal etwas Beschaulicher angehen. Sozusagen Urlaub vom Reisen. Dank Natali und Viktor sind wir hier in die Familie aufgenommen worden und erleben das Leben in Kirgistan.
Ist schon ein Witz, dass sich Natali Gedanken machte, ob es uns hier gefallen könnte. Es ist fantastisch. Wir sind vom See in die Berge gefahren um ein „kleines bisschen“ zu grillen. Schon der Weg dahin war beeindruckend.

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Der „Grillplatz“ befand sich dann auf einer Hochebene. Auch hier wieder Jurten und frei lebende Tiere.

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Der Bach direkt neben unserem Platz, nicht nur Frischwasserlieferant….

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sondern auch Kühlschrank für besonders wichtige Grillutensilien.

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Holzkohle wird hier nicht im Laden gekauft.

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Nachfolgend der Werdegang eines kirgisischen Schaschlik (Lamm) im Zeitraffer.

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Die Flasche war dann übrigens auch leer. Dies ging allerdings so schnell, dass eine Zeitrafferaufnahme nicht mehr gelang.

Die Beteiligten:

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Unsere Gastgeber Tanja und Jura,

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unsere Helfer, Übersetzer und verantwortlich dafür, dass wir das alles genießen können, Natali und Viktor

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So macht grillen Spass.

Zum Schluss eine kleine Hommage an jemanden der/die jetzt genau weiß, wer gemeint ist.

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Wir melden uns aus China wieder, in der Hoffnung, dass wir von dort aus unsere Seite erreichen können.

WordPress-Seite aus China nicht erreichbar!

Liebe Leute,

anscheinend ist unsere WordPress-Seite aus China nicht erreichbar, wir melden uns deshalb spätestens aus Laos wieder.
Ansonsten geht es uns gut. Wir sind in Kashgar und haben nach nur 1,5 Tagen Einreise, Zoll und Straßenzulassungsbehörde hinter uns. Für ca. 2 Stunden Action 1,5 Tage Warterei bei 39° C vor allem im Auto. Na ja, es gibt Schlimmeres. Jetzt machen wir uns auf in die Altstadt von Kashgar, alles Gute aus China.

China, Sinkiang 29. Juni bis 4. Juli

Da sind wir wieder und reichen jetzt in mehreren Beiträgen einen Monat China (Sinkiang, Tibet und Yunnan) nach.

Am 29. Juli sind wir über die kirgisische Hochebene Richtung chinesische Grenze gefahren. Wir wollten in der Nähe der Grenze übernachten um morgens rechtzeitig oben am Torugart Pass auf unseren Guide zu warten. Schon die Fahrt  zum Torugart war einzigartig, wie so vieles in den letzten Wochen.

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Unser letzter Schlafplatz in Kirgistan, wieder mit unvergleichlichem Sternenhimmel.

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Ankunft am Torugart Pass, das Tor war noch zu.

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Der Zeitunterschied zu Beijing-Time ist zwei Stunden. Apropos Zeitunterschied: In Sinkiang (gesprochen Schündjang) wird sowohl Beijing-Time, vor allem bei allen Behörden, als auch Local-Time verwendet, die die zwei Stunden wieder zurückdreht. Deshalb haben wir auch am nächsten Tag (Gang zur Zulassungsstelle) zwei Stunden auf unsere Helfer gewartet.

Vorher musste allerdings das Auto noch gewaschen werden, damit niemand bei der Zulassung und der technischen Abnahme beleidigt wird.

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Am nächsten Tag ging es dann zur Zulassung und zur technischen Abnahme. Als ich in der Schlange stand und sah, was da alles vorfuhr, hatte ich keinerlei Bedenken.

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Ein Auto musste hingeschoben werden, weil es nicht mehr ansprang. Das Bild täuscht übrigens, die sechsspurige Schlange ist mindestens dreihundert Meter lang. Wir waren früh genug da.

Der Erfolg:

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Mit ein bisschen Ruhe nach den Behördengängen waren damit unsere ersten beiden Tage in China verbracht. Erst danach konnten wir anfangen Kashgar, das die Chinesen übrigens Kashi nennen, zu entdecken. Und zu entdecken gab es viel. Vor allem viel gutes Essen.

Das man hier in China ist, erkennt man ohnehin nur an chinesischen Schriftzeichen die immer mal wieder auftauchen. Ansonsten könnte man annehmen, man ist weiterhin in Zentralasien.

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In dieser Strasse gibt es hervorzügliche Garküchen. Allerdings kann man auch Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

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Am Ende dieser Strasse befindet sich ein großer Platz mit der größten Moschee in China.

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Wie man sieht, wird auch in China der islamische Glaube gelebt.

In Sinkiang und noch mehr in Tibet, unterliegt aber alles einer akribischen Überwachung durch Polizei und Militär. Mehr dazu in unserem Tibetbeitrag.

Stattdessen an dieser Stelle ein Blick auf einen großen Platz voller Garküchen.

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Ein paar Eindrücke von der Altstadt Kashgars:

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Drei Männer in der Töpferei, rechts unser Guide für Sinkiang, Kasim.

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Grabmal einer Herrscherfamilie aus dem sechzehnten Jahrhundert.

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Am Sonntag haben wir dann den weltberühmten Viehmarkt von Kashgar besucht. Eine archaische Angelegenheit, da die Metzger am Rand auch gleich gearbeitet haben. Davon gibt es hier aber keine Bilder.

Stellt Euch aber vor, über dreißig Grad, Staub und eine Melange aller Wohlgerüche eines Viehmarkts. Kurz: Nichts für zartbesaitete Mitteleuropäer, die Fleisch nur in bereits verarbeiteter Form kennen.

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Nach Besuch des Viehmarkts haben wir noch einen halben Tag Erholung in Kashgar gemacht, um dann am 4. Juli Richtung Tibet aufzubrechen. Als wir nachmittags in Kargilik in das Hotel eingecheckt haben, wussten wir noch nicht, dass wir hier nicht übernachten würden, da unsere Reiseerlaubnis für Sinkiang an diesem Tag auslief. Dies erfuhren wir erst bei dem Versuch uns bei der Polizei in Kargilik zu registrieren. Wir mussten also Sinkiang vor Mitternacht verlassen haben. Das bedeutete einen langen Fahrtag, der um 2.00 Uhr nachts vor einem Guesthouse endete, nachdem wir die innerchinesische Grenze zu Tibet (mit Militärcheckpoint) überschritten hatten.

Das Guesthouse war nach Angaben unseres neuen Guides für Tibet, Lousan, nicht für Europäer geeignet. War uns auch recht, wir wollten eh lieber im Bus übernachten. Den stellten wir dann auf eine Reparaturrampe, da wir sonst wahrscheinlich über Nacht im Schlamm versunken wären.

Hier zum Abschluss ein paar Eindrücke von der Fahrt am Rande der Wüste Taklamakan.

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Das „touristische“ Tor zu Tibet. Den Militärcheckpoint konnten wir leider, genauso wie die in Tibet zahlreichen Polizeicheckpoints, nicht fotografieren.

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Westtibet bis Guge 5. bis 10. Juli

Tibet, für viele ein Traumland. Unser Eindruck ist gespalten und das aus mehreren Gründen. Tibet ist ein Land unter ständiger Überwachung. Mindestens alle hundert Kilometer gibt es eine Polizeikontrolle. Das kann eine Speedcontrol sein, also die Vorgabe, in welcher Zeit eine bestimmte Entfernung zu fahren ist. Kann aber auch eine Registrierung sein oder eine zusätzliche Militärkontrolle. Unser Guide hatte jedenfalls mächtig zu tun, immer alle Papiere vorzuzeigen. Unser Reisepermit, auf dem die genaue Route vermerkt war, hatte am Ende 64 Stempel. In jeder Stadt wurden wir am Stadteingang kontrolliert und mussten uns dann in der Stadt noch registrieren lassen. Ab und zu gab es eine zusätzliche Kontrolle am Stadtausgang.

Wenn man zu schnell unterwegs war hat man eben noch eine kleine Pause eingelegt. Manchmal sogar direkt vor der Polizeikontrolle. Nun ja, so gab es wenigstens ausreichend Espressopausen. Wie hier beim „Höhenespresso“ auf 4.765m Höhe.

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Dazu kam, dass die Höhe, vor der wir abstrakt so und so Respekt hatten, uns und auch dem Auto ziemlich zugesetzt hat. Uns 4 bis 6 Tage, mit Kopfschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit, dem Auto, bis wir nach 16 Tagen mal wieder auf unter 2.000m kamen.

Demgegenüber eine grandiose Natur und die tibetische Kultur.

Aber der Reihe nach:

Am zweiten Tag Tibet erreichten wir schon den höchsten Pass unserer Reise.

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Die tibetische Schals waren ein Wilkommensgeschenk von Lousan unserem Tibetguide. In dieser Höhe reichten uns am Anfang schon die paar Schritte vom Auto zum Schild, um außer Puste zu kommen. Ab jetzt bewegten wir uns nach dem Pass auf mindestens 4.600m.

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Die „Hügel“, die hier zu sehen sind, sind alles 5.000er. Mithin alle höher als der Montblanc, der höchste Berg der Alpen. Berge unter 7.000m haben hier übrigens keine Namen, es sei denn es handelt sich um heilige Berge.

Bauernhöfe gibt´s hier überall auf dieser Höhe.

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Morgenstimmung am See. Das andere Ufer des Sees ist in Indien…

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wie auch die 7.000er im Hintergrund.

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Hier der See noch mal typisch tibetisch. Gebetsfahnen sind hier tatsächlich überall.In Lhasa erkennt man ein durch Tibeter bewohntes Haus daran, dass auf dem Dach Gebetsfahnen wehen.

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Ebenfalls überall anzutreffen, gerne auch mal hinter einer Kurve mitten auf der Strasse…

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….Yaks, die nur in Tibet wachsen (oder so ähnlich). Schmecken übrigens gut, vor allem in Momo´s, den hiesigen Tortellinis.

Kleiner Stau wegen eines Dorffestes….

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… die Bevölkerung überquert mit Strassensperrung die Selbige und die Pferde werden zum Start geführt.

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Leider konnten wir uns das Ereignis nicht anschauen, da man nicht selbstbestimmt Urlaub in Tibet macht. Unser Tagesziel war noch ca. 250 km entfernt und wir mussten weiterfahren.

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Was da rumliegt ist übrigens kein Müll, sondern Reste von Gebetsfahnen. Hier sind wir auch mal wieder über 5.000m.

Rote Berge, gelbe Berge, grüne Berge und lila Berge, hier haben die Steine alle Farben.

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In diesen Felsspalten befand sich unser nächstes Ziel, das Gute Königreich, von dem bis heute keiner genau weiß, wie es untergegangen ist. Einst war es ein mächtiges Reich in Tibet.

Ausgangspunkt für die Besichtigung ist die kleine Stadt Zhanda. Von uns bekommt sie den Titel „nicest little town in Westtibet“, obwohl wir morgens von den antretenden und singenden Soldaten der chinesischen Volksarmee geweckt wurden.

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Die große Stuba von Zhanda. Das Kloster war leider wegen Renovierung geschlossen.

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Die Ruinen des Guge-Königreichs. Ja, da sind wir trotz aller Kurzatmigkeit raufgeklettert (wir sind zwar etwas vom Hochplateau runtergefahren in die Spalten, aber immer noch über 4.000 m). Frank allerdings kurz vor dem Herzkasper. 40 Jahre rauchen fordern ihren Tribut. Das „move slowly“ unseres Guides klingt uns noch immer im Ohr.

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Hier der Beweis, Fotos von Oben!!!

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Runtergehen war auch nicht ganz einfach, incl. Beule an Franks Kopf, war aber nicht mehr ganz so anstrengend und wir haben es gut bewältigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heiliger See, heiliger Berg und Everest

Uns geht es langsam etwas besser, dem Auto nicht. Es zickt, aber fährt. Weiter über die tibetische Hochebene über 4.500m.

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So sehen tibetische Dörfer in Westtibet aus, jedenfalls der Neubauteil. Man beachte die vielen chinesischen Fähnchen. Wie wir später feststellen konnten, gibt es so viele chinesischen Fähnchen in anderen chinesischen Provinzen nicht.

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In einem der  Hinterhöfe haben wir im Auto übernachtet. Zusammen mit gefühlt hundert Hunden, die die ganze Nacht gekläfft, gejault und geheult haben. In jedem tibetischen Dorf gab es diese vielen Hunde.

Kurzer Ausflug in einen Bereich der in normalen Urlaubsgeschichten nicht vorkommt:

Die tibetische Toilette! Offene Löcher über großem Loch. Manchmal ummauert, manchmal nur mit dünnen Sperrholzplatten belegt. Immer ein Abenteuer. Manchmal würgereizfördernd. Insbesondere dann, wenn man in 5.000m Höhe übernachtet hat und es einem so und so nicht so richtig gut geht. Die lustigen Details gibt´s nur im persönlichen Gespräch….

Das interessierte echte Tibeter nicht.

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Auch die Strassen erfüllten oft nicht die Mindeststandards….

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…..aber dafür hatten wir unseren Bus, der zwar über 4.500 m ordentlich zuckte, aber fuhr!

Als Ausgleich grandiose Natur, atemberaubend (teilweise im wahrsten Sinne des Wortes).

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Jeder Tibeter muss in seinem Leben einmal um den Mount Kailash eine Pilgertour unternommen haben. Auch in unserer Routenbeschreibung war eine solche vorgesehen. Start auf 4.850 m, mit Anstieg auf bis zu 5.600 m, 3 Tage Wanderung.

In einem (für Frank) seltenen Moment klarer Selbsteinschätzung haben wir schon in Deutschland per email dankend verzichtet, da unser Kontakt zu Gott eh leicht gestört ist.

Pilger und Mönche zu Fuß haben wir dann auf dem weiteren Weg nach Lhasa immer wieder getroffen. Das ist eine echte Leistung.

Angekommen in einem eher schmuddeligen tibetischen Dorf, in dem sich Laden an Laden reihte (verkauften alle dasselbe), war unser Guesthouse im Hinterhof noch ein echter Hingucker. Wir hatten hier aber ein nettes Treffen mit einer Gruppe Hongkong-Chinesen, die sich vor allem für den Bus interessierten.

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Nebenan in der Garage befand sich das beste Restaurant des Ortes. Gekocht wurde aus der Tiefkühltruhe im Hintergrund, hat aber ganz gut geschmeckt.

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Und hier ist er nun, der heilige Berg Kailash.

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Unter 7.000 m hoch, aber weil heilig mit eigenem Namen.

Direkt nebenan der heilige See Manasarovar.

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Wieder jede Menge Gebetsfähnchen….

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….aber auch eine Pilgerin auf dem Weg zum Kailash.

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Eigentlich wollten wir am Manasarovar See übernachten. Als wir aber nach einer wilden Offroad Fahrt am See ankamen und unser Bus sofort schwarz vor Moskitos war, sind wir dann doch weitergefahren.

Am nächsten Tag war dann Schluss mit dem wolkenlosen Himmel. Ausgerechnet an dem Tag, an dem wir zum Everest fuhren. Es ging gleich gut los. Wir wollten eine Nebenstrecke nehmen, die dann aber dermaßen brutale kurze Wellen, mit den entsprechenden Stößen auf das Fahrwerk, hatte, dass der Bus den Dienst kurzzeitig komplett versagte.
Uns blieb nichts anderes übrig, als auf den „Friendship-Highway“ zurück zu fahren. Gaaaanz langsam zu fahren, nachdem der Bus wieder ansprang. Hoffentlich konnten wir den Everest überhaupt erreichen. Wir entschieden uns jedenfalls, nach dem Everest auf dem kürzesten Weg nach Lhasa zu fahren und den Wagen bei VW durchchecken zu lassen, wir wußten ja nicht, was los ist.

Aber erst mal zum Everest, über vier weitere 5.000er Pässe.

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Das Wetter klarte dann auf, unsere Hoffnung stieg mit jedem bewältigten Kilometer.

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Und hier ist er nun, der Berg der Berge, 8.848 m hoch, in einem ersten Blick.

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Unser Guide wurde ganz hektisch, „Move move“, kam von hinten. Unsere 20:80 Chance schien zu klappen. Wir fuhren so schnell es ging Richtung Kloster Rong Buk, wo wir auch übernachten wollten.

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Und dann hatten wir den echten Blick auf den Everest.

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(Der Beweis, dass wir da waren)

Der Everest sieht nicht ganz so gewaltig aus, aber wir stehen ja auch schon bei 5.100 m.

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…und noch mal der Gipfel…

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Gänsehautfeeling.

 

Nach Lhasa 13. bis 18. Juli

Am nächsten Morgen hatte sich der Everest in Wolken gehüllt. Also nichts mit Sonnenaufgang am Everest. Dadurch fiel auch das angepeilte Foto mit Tisch, Stuhl und Flip-Flops aus. Oder vielleicht hing das auch damit zusammen, dass ich schon genug damit zu tun hatte mein Eigengewicht durch die Gegend zu schleppen (@ Ralph: Wäre eh nur für Dich gewesen).

Das Auto sprang nicht an, bzw. ging immer wieder aus, es war kalt und wir hatten Kopfschmerzen nach einer Nacht über 5.000m.

Letztlich sind wir doch noch weggekommen und auch die zwei 5.000er Pässe Richtung Shigatze und Lhasa konnten wir bewältigen. Ein Blick zurück sollte eigentlich drei Achttausender zeigen (Lothse, Everest und Cho Oyu). Leider auch in Wolken.

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Danach hatte uns die Hocheben wieder, auf der jetzt auch vermehrt Nomaden unterwegs waren.

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Auf dem Weg zur Arbeit.

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Ein kleines Kloster auf Höhe des Kilometersteins 5.000 des Friendship-Highways.

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Zwischenzeitlich fehlte uns aufgrund der „Schüttelstrecken“ eine Radkappe und wir hatten vorne rechts ein merkwürdiges Geräusch am Fahrwerk. Umso dringender wurde es in unseren Augen, Lhasa zu erreichen. Das waren aber noch fast 1.000 km. Die Distanzen in Tibet sind einfach gewaltig. Die Natur auch.

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Neue Straße. Der Fluss heißt in Indien später Brahmaputra.

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Dann ging es runter, erstmals sogar wieder unter 4.000m. Das erkennt man daran, dass es wieder mal einen Baum gibt.

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Gegenüber lag die tibetische Ausführung einer Autowaschanlage im Nirgendwo.

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Von Shigatse, mit 400.000 Einwohnern Tibets drittgrößte Stadt, haben wir glatt vergessen Fotos zu machen, obwohl wir dort erstmals wieder großartig gegessen haben. Nepali-Küche, es war göttlich.

Dann noch ein Tag nach Lhasa. Natürlich mit der obligatorischen Polizeikontrolle am Eingang der Stadt. Diesmal hat Andrea ein Foto gemacht, Frank war deswegen ziemlich nervös.

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Ihr seht, wie aus jedem Auto einer ausstieg, um die Papiere zu zeigen. Unser Guide war auch schon unterwegs, ansonsten hätte er uns den Fotoapparat aus der Hand geschlagen.

Danach mussten wir quer durch die Neustadt, in der gerade für mehrere tausend Han-Chinesen neue Wohnungen entstehen, über eine Brücke in das alte Lhasa fahren.

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Blick von der Brücke auf den Potala.

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Wir bezogen Zimmer im Yak-Hotel, mitten in der Altstadt. Ja, die Zivilisation hatte uns wieder. Sitzklo und separate Dusche, welch ein Luxus!!!
Die Stadt hat auch mehr als zwei Restaurants und einen Coffee-Shop mit halbwegs gutem Internet (natürlich mit den in China üblichen politischen Blockaden). Wahnsinn! Wir konnten unser Glück kaum fassen, weil wir auch wieder unabhängig (ohne Guide) zurecht kamen (und kommen durften).
Dazu kam, Lhasa liegt auf 3.800m Höhe. Das war echte Erholung, man glaubt es kaum.

Am nächsten Tag ging es erstmal zur VW Werkstatt.

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Entwarnung. Unsere Motorschwierigkeiten waren nach Auskunft der Mechaniker (die sich zwischenzeitlich bestätigt haben) der Höhe geschuldet. Moderne TDI Motoren seien eben sensibel und in Tibet hätten sie eine komplett andere elektronische Motorsteuerung wegen der dünnen Luft. Das Geräusch vorne käme von einer gebrochenen Schalldämmscheibe, die sie aber wegen des Seikel-Fahrwerks nicht ersetzen könnten. Wäre aber auch für die nächsten 10-20.000 km kein Problem. Wie ihr sehen könnt, haben die alles genau untersucht, Öl, Ölfilter und Luftfilter gewechselt und uns wieder weggeschickt. Wir waren beruhigt.

In Lhasa gab es auch wieder andere westliche Touristen. Wir sind also nicht mehr so aufgefallen. In Westtibet waren wir eher noch die Sensation. Viele wildfremde Menschen wollten mit uns fotografiert werden, was auf uns zunächst eher befremdlich wirkte. Hier tobte einfach das Leben.

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Yak-Fleisch in der Auslage. Um die Ecke der Zahnarzt.

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Köstliches Essen….(natürlich hatte Andrea wie immer die bessere Wahl getroffen).

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…wir konnten uns richtig gut erholen.

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Und natürlich die echten Sehenswürdigkeiten mit Jokhang-Tempel und Potala-Palast.

Der Potala hat übrigens über 2.000 Zimmer, was für uns wieder einige Stufen bedeutete. Aber unter 4.000m, fast schon im Flachland, kein Problem.

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Blick von oben, fast schon auf ein Märchenland….

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Hier wird gebetet.

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Der Potala ist zusammen mit dem Jokhang-Tempel das geistliche Zentrum Tibets und gleichzeitig der Ursprung von Lhasa. Die Stadt ist dazwischen entstanden.

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Das goldene Bauwerksteil ist übrigens die Übernachtungsmöglichkeit des Dalai Lama, die in jedem Kloster vorgesehen ist (natürlich nur theoretisch).

Abschließend noch der Blick auf den Potala vom Jokhang-Tempel.

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