Auf dem Weg nach Kirgistan, 21./22. Juni

Kläuse von Präsidenten bedrängt.

Beinahe wären wir aus Buchara nicht weggekommen. Für uns zunächst völlig unver-ständlich befand sich auf der Straße die aus der Altstadt führte eine Blockade von 4 Bussen. Ein ebenfalls wartender und des englischen mächtiger Einheimischer erklärte uns, dass die Stadt zu wäre, da sich der chinesische Präsident zum Besuch angemeldet hat. Alle Diskussionen waren zunächst ohne Erfolg. Aber Hartnäckigkeit, Erklärungsversuche mit großen Gesten und ein weinerlicher Gesichtsausdruck brachten den Polizisten an der Barriere dazu, mit seinen Kollegen zu telefonieren.

Der Schnappschuss durch die Barriere ist nicht wirklich gut geworden, aber der Erfolg war, dass wir hinter diesem Polizeiwagen in die verkehrsfreie Stadt einfahren, und vor allem wieder rausfahren durften.

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Apropos Polizei. Das Einzige was wir an Usbekistan wirklich befremdlich fanden war, dass mindestens an allen Bezirksgrenzen Polizeikontrollen von festen Kontrollstationen aus stattfanden. Dreimal dürft ihr raten, wer bevorzugt rausgewunken wurde.

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Ansonsten befinden sich auf den Strassen vor allem koreanische Kleinwagen (auch wenn sie heutzutage Chevrolet heißen). Dabei häufig vertreten die kleinen Daewoo Busse, in die zur Not auch mal 8 kräftige Männer passen.

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Geisterfahrer auf usbekisch.

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Viehtransport

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…und sonstige Transporte.

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„Einspurige“ Straße vor einem Bahnübergang.

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Versorgungseinrichtung an der Straße.

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Beobachter

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Blick nach Tajikistan.

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Berge vor dem Ferganatal, immerhin auch 2000 m hoch.

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Einfahrt in den Pass zum Ferganatal. Im Pass selber durfte nicht mehr fotografiert werden. Es stand viel Militär an den Tunnels und wir wurden auch darauf kontrolliert, ob wir Fotos oder Filme gemacht hatten.

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Jetzt sind wir Euch noch die Mehrzahl von Präsident schuldig. Eigentlich hatten wir vor, in Samarkand einen Servicetag mit tanken und einkaufen einzulegen. Glücklicherweise hatten wir abends bereits, unter Vermittlung unseres Hotelpersonals, Diesel tanken können. Das ist nämlich nicht einfach in Usbekistan. Wir waren also am nächsten morgen schon fast auf dem Weg zum Basar, da teilte uns eine Hotelmitarbeiterin mit, dass ab 10 Uhr die Stadt gesperrt wird, da der pakistanische Präsident zu Besuch kommt. Da war es gerade 9.15 Uhr. Wir also hektisch alles abgebrochen,  Auto gepackt und losgefahren.

Jetzt sitzen wir in Namargan, nahe der kirgisischen Grenze. Die wollen wir morgen überqueren und das gastliche Usbekistan verlassen. Usbekistan war unvergesslich. Man könnte noch eine Menge von Superlativen dranhängen. Wir waren jedenfalls nicht das letzte mal hier.

Wir freuen uns jetzt auf Kirgistan und werden dort in die kirgisische Bergwelt eintauchen. Wir melden uns wieder, wenn es einen Internetzugang gibt.

Ein Gedanke zu “Auf dem Weg nach Kirgistan, 21./22. Juni

  1. Zu meinem Kaffee am Morgen verfolge ich täglich Eure Reise. Sehr spannen und eine willkommene Abwechslung zur Tageszeitung, welche mich mit täglichen Spekulationen über den Brexit langweilt.
    Richtig schön finde ich, neben Euren wunderbaren Landschaftsaufnahmen, dass nun auch vermehrt Fotos vom alltäglichen Leben mit Land und Leuten dabei sind. Super! Bitte mehr davon. Weiterhin gute Reise und ganz liebe Grüße.

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