China, Sinkiang 29. Juni bis 4. Juli

Da sind wir wieder und reichen jetzt in mehreren Beiträgen einen Monat China (Sinkiang, Tibet und Yunnan) nach.

Am 29. Juli sind wir über die kirgisische Hochebene Richtung chinesische Grenze gefahren. Wir wollten in der Nähe der Grenze übernachten um morgens rechtzeitig oben am Torugart Pass auf unseren Guide zu warten. Schon die Fahrt  zum Torugart war einzigartig, wie so vieles in den letzten Wochen.

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Unser letzter Schlafplatz in Kirgistan, wieder mit unvergleichlichem Sternenhimmel.

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Ankunft am Torugart Pass, das Tor war noch zu.

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Der Zeitunterschied zu Beijing-Time ist zwei Stunden. Apropos Zeitunterschied: In Sinkiang (gesprochen Schündjang) wird sowohl Beijing-Time, vor allem bei allen Behörden, als auch Local-Time verwendet, die die zwei Stunden wieder zurückdreht. Deshalb haben wir auch am nächsten Tag (Gang zur Zulassungsstelle) zwei Stunden auf unsere Helfer gewartet.

Vorher musste allerdings das Auto noch gewaschen werden, damit niemand bei der Zulassung und der technischen Abnahme beleidigt wird.

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Am nächsten Tag ging es dann zur Zulassung und zur technischen Abnahme. Als ich in der Schlange stand und sah, was da alles vorfuhr, hatte ich keinerlei Bedenken.

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Ein Auto musste hingeschoben werden, weil es nicht mehr ansprang. Das Bild täuscht übrigens, die sechsspurige Schlange ist mindestens dreihundert Meter lang. Wir waren früh genug da.

Der Erfolg:

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Mit ein bisschen Ruhe nach den Behördengängen waren damit unsere ersten beiden Tage in China verbracht. Erst danach konnten wir anfangen Kashgar, das die Chinesen übrigens Kashi nennen, zu entdecken. Und zu entdecken gab es viel. Vor allem viel gutes Essen.

Das man hier in China ist, erkennt man ohnehin nur an chinesischen Schriftzeichen die immer mal wieder auftauchen. Ansonsten könnte man annehmen, man ist weiterhin in Zentralasien.

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In dieser Strasse gibt es hervorzügliche Garküchen. Allerdings kann man auch Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

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Am Ende dieser Strasse befindet sich ein großer Platz mit der größten Moschee in China.

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Wie man sieht, wird auch in China der islamische Glaube gelebt.

In Sinkiang und noch mehr in Tibet, unterliegt aber alles einer akribischen Überwachung durch Polizei und Militär. Mehr dazu in unserem Tibetbeitrag.

Stattdessen an dieser Stelle ein Blick auf einen großen Platz voller Garküchen.

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Ein paar Eindrücke von der Altstadt Kashgars:

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Drei Männer in der Töpferei, rechts unser Guide für Sinkiang, Kasim.

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Grabmal einer Herrscherfamilie aus dem sechzehnten Jahrhundert.

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Am Sonntag haben wir dann den weltberühmten Viehmarkt von Kashgar besucht. Eine archaische Angelegenheit, da die Metzger am Rand auch gleich gearbeitet haben. Davon gibt es hier aber keine Bilder.

Stellt Euch aber vor, über dreißig Grad, Staub und eine Melange aller Wohlgerüche eines Viehmarkts. Kurz: Nichts für zartbesaitete Mitteleuropäer, die Fleisch nur in bereits verarbeiteter Form kennen.

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Nach Besuch des Viehmarkts haben wir noch einen halben Tag Erholung in Kashgar gemacht, um dann am 4. Juli Richtung Tibet aufzubrechen. Als wir nachmittags in Kargilik in das Hotel eingecheckt haben, wussten wir noch nicht, dass wir hier nicht übernachten würden, da unsere Reiseerlaubnis für Sinkiang an diesem Tag auslief. Dies erfuhren wir erst bei dem Versuch uns bei der Polizei in Kargilik zu registrieren. Wir mussten also Sinkiang vor Mitternacht verlassen haben. Das bedeutete einen langen Fahrtag, der um 2.00 Uhr nachts vor einem Guesthouse endete, nachdem wir die innerchinesische Grenze zu Tibet (mit Militärcheckpoint) überschritten hatten.

Das Guesthouse war nach Angaben unseres neuen Guides für Tibet, Lousan, nicht für Europäer geeignet. War uns auch recht, wir wollten eh lieber im Bus übernachten. Den stellten wir dann auf eine Reparaturrampe, da wir sonst wahrscheinlich über Nacht im Schlamm versunken wären.

Hier zum Abschluss ein paar Eindrücke von der Fahrt am Rande der Wüste Taklamakan.

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Das „touristische“ Tor zu Tibet. Den Militärcheckpoint konnten wir leider, genauso wie die in Tibet zahlreichen Polizeicheckpoints, nicht fotografieren.

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Ein Gedanke zu “China, Sinkiang 29. Juni bis 4. Juli

  1. Sehr schön wieder etwas von euch zu hören!….ist irgendwie ,wie warten auf die Fortsetzung eines spannenden Romans…habe wieder mitgefiebert und freue mich über jede Einzelheiten die ihr erlebt!..Danke !..viel Spaß und ruhige Nächte liebe Grüße robby

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