So, jetzt zum Steppenteil (5. Versuch).


Offensichtlich klappen immer nur zwei Bilder. Es gibt also noch mehr Teile von der Steppe. Ihr seht das ja im Ablauf ganz gut.
So, jetzt zum Steppenteil (5. Versuch).


Offensichtlich klappen immer nur zwei Bilder. Es gibt also noch mehr Teile von der Steppe. Ihr seht das ja im Ablauf ganz gut.
Jetzt geht´s weiter.




Ebenso vielfältig wie die Steppe sind ihre Bewohner.

Nachdem wir schon anhalten mussten, weil eine Kuh ihr Geschäft auf der einzigen Strasse im Umkreis von hunderten Kilometern verrichten musste, ein Stopp durch einen einsamen Hirten verursacht wurde, der seine kombinierte Schaf- und Ziegenherde über die Strasse trieb und auch ab und zu ein Kamel am Strassenrand lag, waren auch einmal unvermittelt Pferde auf der Strasse.

Aber das Highlight kommt in Teil 4.
Wie gesagt, Kasachstan sollte eigentlich nur ein Transitland sein. Wir sind auch auf der Strasse von ein paar Polizisten kontrolliert worden, die irgendwelche zusätzlichen Papiere verlangten, die wir aber nicht hatten. Obwohl wir durchaus verstanden, dass sie eine „Buß“ von uns wollten, also ein Bestechungsgeld, kamen wir mit Lächeln und ständigem Kopfschütteln durch. Irgendwann gaben sie auf und ließen uns weiterfahren.
In Aral wollten wir unbedingt ein Photo vom Hafen machen, bzw vom ehemaligen Hafen, da der Aralsee ja mittlerweile 100 km von der ehemaligen Hafenstadt entfernt liegt.

So wie der Ortseingang, ihr seht hier das zurückhaltende Ortseingangsschild, sah auch der Rest von der Stadt mit ca. 30.000 Einwohnern aus.
Wir hatten schon gelesen, dass die Einwohner von Aral (oder Aralsk) unfreundlich seien. Wir finden das auch teilweise verständlich, da Touristen ja immer nur kommen, um das Elend des Aralsees zu fotografieren. Genau das wollten wir ja auch. Es war aber nicht einfach den Hafen überhaupt zu finden. Nachdem dann unser Auto bespuckt wurde und kleine Jungs nach Steinen griffen wenn wir vorbeifuhren, brachen wir unsere Suche ab und fuhren wieder zurück.

Wir wollten unbedingt noch mindestens 50 km zwischen uns und diesen Ort bringen. Warum der Aralsee ausgetrocknet ist, sahen wir dann am nächsten Tag am Rande der Steppe.
Reisfelder, wo vorher Wüste war.

Nach Aral kamen wir dann an einem sehr berühmten Ort vorbei. Leider kann man nicht rein- sondern nur vorbeifahren.


Am frühen Abend dann kam der Punkt, der uns mit Kasachstan wieder versöhnte. Wir bogen in die Steppe ab, um zu übernachten. Wir nutzten einen Furchenweg und sind bis zum Horizont und noch ein bisschen weiter gefahren, um von der Strasse aus nicht mehr gesehen zu werden. Es ging auf einen Hügel, den wir als Schlafplatz nutzten.
Das „Landebier“, eiskalt aus dem Kühlschrank (danke Karsten!), war das bisher Schönste.


Jetzt Leute kommt es doch noch. Das Bild mit der Abendstimmung. Die Sonne konnte ich gerade noch so vermeiden. Das im Hintergrund ist übrigens ein See.

Der Sternenhimmel ohne „Lichtverschmutzung“ ist einfach unbeschreiblich. Leider konnte ich ihn wegen fehlender technischer Fähigkeiten nicht fotografieren. Sorry.
Das Ende unseres Aufenthalts in Kasachstan versüssten uns die Kasachen mit einer unbeschreiblich schlechten Strasse zwischen Shymkent und der Grenze. Kein Schlafplatz war auszumachen, weswegen wir bis zur Grenze fahren mussten, an der wir um ca. 3.00 Uhr früh erst ankamen, da wir zuletzt nur noch Schritt fahren konnten.
Morgens dann fuhren wir in den Grenzbereich und erfuhren, dass es deutlich einfacher ist nach Kasachstan ein- als auszureisen. Bis wir die insgesamt 20 Minuten bürokratische Prozedur hinter uns hatten vergingen über zwei Stunden. Glücklicherweise noch sehr früh am Morgen, so dass es lediglich 27° Grad hatte. Am Schluss waren alle kasachischen Zöllner sehr freundlich und ich musste das Auto noch verführen. Von der Dusche und dem ausklappbaren Dach waren die Jungs von den Socken.
Was bisher unerwähnt blieb, nach ca. 50 Cent, die wir in Russland für den Liter Sprit bezahlten, mussten wir in Kasachstan noch 26 Cent für den Liter bezahlen.
An der usbekische Grenze ging es dann weiter. Passkontrolle war schnell hinter uns, dann kam die berüchtigte Zollabfertigung. Zollerklärung ausfüllen, vor allem alle technischen Geräte einzeln aufführen, und bei Beamten anstellen, die vor allem eins konnten, nämlich die Bittsteller zu ignorieren. Währenddessen musste Andrea draußen bei jetzt schon 30° schmoren.
Nach weiteren zwei Stunden war aber auch das geschafft.
Auch hier standen dann 6 bis 8 Leute vor dem Auto und die Vorführung konnte beginnen.
Dann noch schnell eine obligatorische usbekische Haftpflichtversicherung abgeschlossen und es konnte weitergehen. Übrigens haben wir das Wechselgeld auf unsere Zahlung in US$ in Som zu einem Schwarzmarktkurs bekommen. Fiel uns allerdings erst später auf.
Schon der erste Eindruck nur Minuten nach der Grenze zeigte, wir waren in einem anderen Land.

Die Dörfer hier waren nicht lieblos in die Landschaft geklatscht, sondern sie machten einen gepflegten und vor allem sauberen Eindruck. In Kasachstan war einfach alles vermüllt.
Noch wichtiger für uns, nach der kulinarischen Diaspora im südlichen ländlichen Russland und in Kasachstan, gab es hier auf einmal an der Strasse schöne einfache Restaurants mit dem landestypischen Essen.


Es war einfach köstlich.
Nach einer Fahrt durch ein sehr schönes Tal…..

…erreichten wir Samarkand (lasst Euch alleine den Namen auf der Zunge zergehen) am Nachmittag und kamen ohne echtes Ziel auf der Rückseite des Registan an. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie beeindrucken das war.

Wir liefen noch auf die Vorderseite…

…bevor wir uns auf die Suche nach dem Orient Star Hotel machten.
Eine solche Suche führen wir immer mit Smartphone und Navi durch (da das Navi die Adressen hier leider nicht mehr kennt). Ist schon abgefahren was heute alles möglich ist.
Es musste auch genau dieses Hotel sein. Diesel ist nämlich in Usbekistan Mangelware. Das Orient Star betreibt aber auch Busse und man kann dort Diesel käuflich erwerben.
Stellt Euch Istanbul und Marrakesch vor, aber ohne Touristenschwärme. Dann legt noch überaus freundliche Menschen, außer sie fahren Auto, günstigste Preise und kulturell noch mal einen oben drauf und ihr seid in Samarkand. Den Registan kennt man natürlich von Photos. Aber hier stehen noch massig weitere solcher Medressen, Moscheen und Mausoleen, man verliert den Überblick.
Fangen wir deshalb unseren Bericht von Samarkand mit Strassenszenen auf dem Weg zu den Sehenswürdigkeiten an.



Mausoleen von Weitem.

Blick auf das Bibi Hanoum Mausoleum direkt am Bazar.

Was auffällt, überall gibt es mit Bäume und Schatten eben dieser Bäume. Hat man den inneren Teil der Stadt erreicht, ist alles mit Parkanlagen verbunden durch die man geht. Auch hier gilt, alles gepflegt und sauber.

Der Bazar (Siyob Bozor).




Das ist übrigens kein Teller, sondern Brot.

Der Weg vom Bazar zum Registan.

Man muss es noch einmal hervorheben, wo wir uns in St. Petersburg noch an den Chinesentruppen vorbei kämpfen mussten und an den Besuch der Hermitage gar nicht zu denken war, hier gibt es das nicht. Man kann alles ohne Stress und Menschenmassen genießen.
So erreichen wir den Registan nach einem gemütlichen Spaziergang, vorbei an interessanten alten und neuen Gebäuden.
Der Registan allerdings, der haut einen von den Socken. Nicht nur, weil es der größte öffentliche Platz der Welt ist.
Ankunft durch den Park.

In der größten Mittagshitze werden die Blumenrabatten mit einem Zelttuch geschützt. Dann der Anblick von vorn. Obwohl ich mal gesagt habe, dieses Bild macht ja jeder, musste ich es auch machen, da der Blog ohne dieses Photo unvollständig wäre.

Hier noch weitere Bilder von diesem „Kulturwunder“.




Blick in einen Innenhof.

Einer der drei Innenhöfe der ehemaligen Medressen. Schön ist es zu sehen, dass auch hier das normale Leben geführt wird, auch wenn es erst mal irritiert, dass es in einem solchen Kulturdenkmal Läden gibt.

Nach so viel Kultur hatten wir uns erst mal eine kleine Mittagspause verdient. Wir saßen in einem der vielen liebenswerten Restaurants der Stadt und genossen das Leben um uns herum.

Dann ging es weiter, entlang der herrlichen Parkanlagen…

…beispielsweise zum Amir Themur (Tamerlan) Mausoleum.

Wir könnten jetzt noch Bilder über Bilder weiterer atemberaubender Sehenswürdigkeiten zeigen, was aber den Rahmen des Blogs sprengen würde. Wir laden euch aber gerne zu einem einwöchigen Bildervortrag bei Brot und Wasser ein.
Mittlerweile sind wir in Buchara angekommen (wie man auch an dem besseren Internetzugang erkennen kann). Wir freuen uns auf diese Handelsmetropole der Neuzeit, aber vor allem der Seidenstrasse. An den Temperaturen (Spätnachmittag 40,5°) kann man erkennen, dass es sich um eine Wüstenstadt handelt. Man kann es allerdings auch an den Gebäuden sehen. Hier mal ein Blick auf unser Hotel. Mehr morgen.

Buchara, ein Name aus tausend und einer Nacht und so sieht es hier auch aus.
Die historisch bedeutsamen Gebäude liegen eng beieinander. Die alten Karawansereien, Medressen, Moscheen und Mausoleen sind alle in Lehmziegeln ausgeführt. Merkwürdig erscheint uns auf den ersten Blick, dass oftmals noch Läden oder wieder Hotels in den Gebäuden eingerichtet sind. Gleichzeitig wird dadurch aber alles lebendiger und macht ja auch Sinn.
Buchara ist im historischen Kern deutlich touristischer als Samarkand. Gleichzeitig wird man aber von den meisten Leuten gegrüßt. Oft kommt die Frage „where you from?“ und das nicht immer nur von Verkäufern.
40° in der Wüste sind mit trockener Luft und einem leichten Wind übrigens gut zu ertragen. Wir haben die Mittagspause allerdings (rein vorsorglich!?) im klimatisierten Hotelzimmer verbracht.
Blick auf den historischen Kern.

Die Festung. Innen befinden sich verschiedene Museen, sehr interessant vor allem das zur Entwicklung der Oase Buchara.


Moschee Bala House.

Medresse Chor Minor.
Die ist übrigens so klein, dass man sie hinter normalen Häusern nicht sehen kann. Dann liegt sie versteckt und man muss durch verwurzelte Gässchen, die so gar nicht touristisch aufbereitet waren, laufen um überhaupt hinzukommen. Kein Hinweisschild und die Strassen und Gassen haben auch keine Bezeichnung. Trotz Karte haben wir über eine Stunde gesucht.

Weitere Eindrücke vom historischen Kern.

(Übrigens auch hier keine Touristenschwärme, sondern überwiegend „Einheimische“. Offensichtlich sind wir nicht in der Saison hier).



Die historischen Bazare, es gibt davon mehrere, sind noch in Funktion

Ich erwähnte es schon, man wird von vielen Menschen angesprochen. Fast alle Kinder riefen uns ein „Hello“ entgegen.
Hello my Name is Aziz.

Der kleine Junge wohnt um die Ecke unseres Hotels.
Während des Abendessens wurden wir von dem 16 jährigen Sohn einer usbekischen Familie, die am Nachbartisch saß, auf englisch angesprochen. Die Mutter, sichtbar stolz auf ihren Sohn, fing nach Kontaktaufnahme erst mal an ihm Fragen zu soufflieren. Später fing die ganze Familie an auf den Armen einzureden und die Antworten kaum noch abzuwarten.
Wir bekamen dann heraus, dass der Sohn an diesem Abend Geburtstag hat und 16 wurde.
Anscheinend haben wir unsere Sache gut gemacht, denn zur Belohnung gab es ein Stück Geburtstagstorte für uns.

Apropos, Gastwirtschaften am zentralen Platz von Buchara.


Zum Abschluss unser leckerer Pilav nach Buchara Art, mit lokalem Bier.

Jetzt geht es zurück nach Samarkand, ein Servicetag mit tanken und einkaufen für den Weg nach Kirgistan.
Kläuse von Präsidenten bedrängt.
Beinahe wären wir aus Buchara nicht weggekommen. Für uns zunächst völlig unver-ständlich befand sich auf der Straße die aus der Altstadt führte eine Blockade von 4 Bussen. Ein ebenfalls wartender und des englischen mächtiger Einheimischer erklärte uns, dass die Stadt zu wäre, da sich der chinesische Präsident zum Besuch angemeldet hat. Alle Diskussionen waren zunächst ohne Erfolg. Aber Hartnäckigkeit, Erklärungsversuche mit großen Gesten und ein weinerlicher Gesichtsausdruck brachten den Polizisten an der Barriere dazu, mit seinen Kollegen zu telefonieren.
Der Schnappschuss durch die Barriere ist nicht wirklich gut geworden, aber der Erfolg war, dass wir hinter diesem Polizeiwagen in die verkehrsfreie Stadt einfahren, und vor allem wieder rausfahren durften.

Apropos Polizei. Das Einzige was wir an Usbekistan wirklich befremdlich fanden war, dass mindestens an allen Bezirksgrenzen Polizeikontrollen von festen Kontrollstationen aus stattfanden. Dreimal dürft ihr raten, wer bevorzugt rausgewunken wurde.

Ansonsten befinden sich auf den Strassen vor allem koreanische Kleinwagen (auch wenn sie heutzutage Chevrolet heißen). Dabei häufig vertreten die kleinen Daewoo Busse, in die zur Not auch mal 8 kräftige Männer passen.

Geisterfahrer auf usbekisch.

Viehtransport

…und sonstige Transporte.

„Einspurige“ Straße vor einem Bahnübergang.

Versorgungseinrichtung an der Straße.

Beobachter

Blick nach Tajikistan.

Berge vor dem Ferganatal, immerhin auch 2000 m hoch.

Einfahrt in den Pass zum Ferganatal. Im Pass selber durfte nicht mehr fotografiert werden. Es stand viel Militär an den Tunnels und wir wurden auch darauf kontrolliert, ob wir Fotos oder Filme gemacht hatten.

Jetzt sind wir Euch noch die Mehrzahl von Präsident schuldig. Eigentlich hatten wir vor, in Samarkand einen Servicetag mit tanken und einkaufen einzulegen. Glücklicherweise hatten wir abends bereits, unter Vermittlung unseres Hotelpersonals, Diesel tanken können. Das ist nämlich nicht einfach in Usbekistan. Wir waren also am nächsten morgen schon fast auf dem Weg zum Basar, da teilte uns eine Hotelmitarbeiterin mit, dass ab 10 Uhr die Stadt gesperrt wird, da der pakistanische Präsident zu Besuch kommt. Da war es gerade 9.15 Uhr. Wir also hektisch alles abgebrochen, Auto gepackt und losgefahren.
Jetzt sitzen wir in Namargan, nahe der kirgisischen Grenze. Die wollen wir morgen überqueren und das gastliche Usbekistan verlassen. Usbekistan war unvergesslich. Man könnte noch eine Menge von Superlativen dranhängen. Wir waren jedenfalls nicht das letzte mal hier.
Wir freuen uns jetzt auf Kirgistan und werden dort in die kirgisische Bergwelt eintauchen. Wir melden uns wieder, wenn es einen Internetzugang gibt.
Wir sind total begeistert. Wenn Usbekistan das bisherige kulturelle Highlight war (Entschuldigung St. Petersburg), dann ist Kirgistan das Natur-Highlight.
Es war allerdings sehr schwierig nach Kirgistan zu kommen. Wie in Kasachstan war es auch in Usbekistan schwieriger das Land zu verlassen, als hinein zu gelangen. Der erste von uns angefahrene Grenzübergang war geschlossen. Der zweite ebenfalls. Wir mussten dann ganz rüber nach Osh fahren, um einen geöffneten Grenzübergang zu finden. Um dann Usbekistan zu verlassen, mussten wir (zusammen mit 5 Zöllnern) unser Auto auf den Kopf stellen um dann, nach zweieinhalb Stunden, gesagt zu bekommen, dass alles wunderbar wäre, vor allem unser Auto. In Kirgistan wurden wir sehr zuvorkommend begrüsst, war auch alles easy, aber bis alle Daten in gefühlt hundert Kladden eingetragen waren, vergingen auch zwei Stunden. Der ganze Tag also für Grenzüberquerung genutzt.
Dann waren wir drinnen, zusammen mit unserem Beleg über die neu eingeführte Ökosteuer.

Wir hatten auch noch Äpfel aus Kasachstan dabei (Andrea hatte gelesen das dort mit Fäkalien gedüngt wird) die wir noch ihrer Bestimmung zuführen mussten.

Zunächst waren wir immer noch im Ferganatal unterwegs in Richtung Berge, mussten aber den Weg auf der kirgisischen Seite der Grenze wieder zurückfahren, den wir wegen der geschlossenen Grenzübergänge auf der usbekischen Seite Richtung Osten gefahren waren.


Kirgisische Autofahrer unterscheiden sich nicht von usbekischen. Jeder ist bereit, für drei Meter Raumgewinn sein Leben zu riskieren. Überall muss man auf einer einspurigen Strasse schauen, ob man gerade von rechts oder von links überholt wird.



So zischten also links und rechts die Fahrzeuge an uns vorbei und letztlich waren wir so ziemlich die Langsamsten auf der Strecke. Aber das schützte uns nicht vor der kirgisischen Verkehrspolizei. Die Einzigen, die ständig rausgewunken wurden, waren wir. Einmal waren wir auch tatsächlich, zwar immer noch die Langsamsten, 50 statt 40 gefahren. Mit Protokoll und Fahrt zur Bank usw. haben sie uns gedroht, da haben wir lieber „freiwillig“ 200$ bezahlt, um weiter zu kommen. Das schien den zwei beteiligten Polizisten so gut gefallen zu haben, dass sie uns auf den nächsten 100 km noch zwei mal rausgewunken haben. Einmal der Hinweis wir seien zu schnell gefahren, aber sie winkten uns trotzdem weiter und einmal eine weitere Kontrolle mit Radarpistole. Rauswinken war eins, doch dann die für sie schlechte Nachricht, wir waren „akkurat“ unterwegs. Danach tauchten sie nicht mehr auf.
Das Landleben machte auf uns einen beschaulichen Eindruck.

Auf dem Weg in die Berge, d.h. jetzt wirklich in die Berge, Pässe von über 3500m Höhe.

Ein Stausee, noch im Vorgebirge.

Kirgisische Raststätte. Auf dem Weg zur Toilette landete Andrea im Gebetsraum, der hier wohl deutlich wichtiger ist als die Toilette, die sich dann weit neben dem Gebäude befand. Auch das Essen bestellen war hier etwas schwierig, doch mit zeigen auf das Essen anderer Gäste, sehr zur Belustigung des Publikums, haben wir es hinbekommen.

Dann, schon auf etwas mehr als 2000m Höhe, unsere erste „echte“ Jurte….

….gleich mit Pferden.
Die kirgisische Hochebene, oder jedenfalls ein Teil davon. Jetzt sind wir schon auf ca. 2500m.


Wie „gigantisch“ das alles auf uns gewirkt hat, können die Bilder leider nicht ansatzweise rüberbringen. Es war einfach der Hammer.
Schlafplatzsuche noch auf der Hochebene.

Als das nicht zu unserer Zufriedenheit ausfiel, trafen wir die Entscheidung, noch über den nächsten Pass zu fahren und dann weiter zu schauen, statt zurückzufahren und bei den Jurten zu übernachten.
Das war eine glatte Fehlentscheidung. Denn jetzt kam der Töö-Arbuut-Pass, 3586m hoch, widrigste Strassenbedingungen, LKW, die sich im Schritt nach oben kämpfen und zu allem Überfluss ein mindestens 3 km langer Tunnel, an dem zwei LKW nicht aneinander vorbeikommen. Adrenalinausstoss ohne Ende ist garantiert.
Danach keine Hochebene mehr. Es geht runter Richtung Bishkek. Mist. Aber zurückfahren war auf keinen Fall eine Alternative. Nie mehr wieder diesen Pass, na ja jedenfalls nicht an einem Tag zwei mal.
Also suchten wir uns dann in der Ebene einen Schlafplatz. War dann auch sehr nett, mit schöner Aussicht.


Wie gesagt, Kirgistan ist wunderschön.
Wir sind am nächsten morgen dann Richtung Ysyk-Köl See, nach dem Titicaca See der zweitgrösste Gebirgssee der Welt, aufgebrochen.
Eigentlich wollten wir noch in Bishkek eine Zwischenlandung machen, haben jedoch vor dem Verkehr in die Stadt irgendwann kapituliert.
Dafür haben wir dann am Ysik-Köl einen sehr schönen Schlafplatz mit grandioser Aussicht finden können.


Unsere Nachbarn am See.

Unsere Aussicht beim Frühstück.

Hier hätten wir es auch noch länger ausgehalten. Wir waren allerdings mit Natali verabredet. Mit ihr haben wir uns jetzt auch getroffen und sitzen in einer bezaubernden Pension, bei Tanja und Jura in Cholpon-Ata (am Ysik-Köl) und haben gerade lecker gegessen und ein paar Wodka getrunken.

Ihr könnt den Eingang zu unserem Zimmer sehen.
Hier lassen wir es uns jetzt gutgehen, bis wir zum Torugart- Pass und damit nach China aufbrechen.
Wir lassen es jetzt mal etwas Beschaulicher angehen. Sozusagen Urlaub vom Reisen. Dank Natali und Viktor sind wir hier in die Familie aufgenommen worden und erleben das Leben in Kirgistan.
Ist schon ein Witz, dass sich Natali Gedanken machte, ob es uns hier gefallen könnte. Es ist fantastisch. Wir sind vom See in die Berge gefahren um ein „kleines bisschen“ zu grillen. Schon der Weg dahin war beeindruckend.


Der „Grillplatz“ befand sich dann auf einer Hochebene. Auch hier wieder Jurten und frei lebende Tiere.



Der Bach direkt neben unserem Platz, nicht nur Frischwasserlieferant….

sondern auch Kühlschrank für besonders wichtige Grillutensilien.

Holzkohle wird hier nicht im Laden gekauft.

Nachfolgend der Werdegang eines kirgisischen Schaschlik (Lamm) im Zeitraffer.




Die Flasche war dann übrigens auch leer. Dies ging allerdings so schnell, dass eine Zeitrafferaufnahme nicht mehr gelang.
Die Beteiligten:

Unsere Gastgeber Tanja und Jura,

unsere Helfer, Übersetzer und verantwortlich dafür, dass wir das alles genießen können, Natali und Viktor

So macht grillen Spass.
Zum Schluss eine kleine Hommage an jemanden der/die jetzt genau weiß, wer gemeint ist.

Wir melden uns aus China wieder, in der Hoffnung, dass wir von dort aus unsere Seite erreichen können.
Liebe Leute,
anscheinend ist unsere WordPress-Seite aus China nicht erreichbar, wir melden uns deshalb spätestens aus Laos wieder.
Ansonsten geht es uns gut. Wir sind in Kashgar und haben nach nur 1,5 Tagen Einreise, Zoll und Straßenzulassungsbehörde hinter uns. Für ca. 2 Stunden Action 1,5 Tage Warterei bei 39° C vor allem im Auto. Na ja, es gibt Schlimmeres. Jetzt machen wir uns auf in die Altstadt von Kashgar, alles Gute aus China.