Auf nach Usbekistan, 17. Juni

Das Ende unseres Aufenthalts in Kasachstan versüssten uns die Kasachen mit einer unbeschreiblich schlechten Strasse zwischen Shymkent und der Grenze. Kein Schlafplatz war auszumachen, weswegen wir bis zur Grenze fahren mussten, an der wir um ca. 3.00 Uhr früh erst ankamen, da wir zuletzt nur noch Schritt fahren konnten.

Morgens dann fuhren wir in den Grenzbereich und erfuhren, dass es deutlich einfacher ist nach Kasachstan ein- als auszureisen. Bis wir die insgesamt 20 Minuten bürokratische Prozedur hinter uns hatten vergingen über zwei Stunden. Glücklicherweise noch sehr früh am Morgen, so dass es lediglich 27° Grad hatte. Am Schluss waren alle kasachischen Zöllner sehr freundlich und ich musste das Auto noch verführen. Von der Dusche und dem ausklappbaren Dach waren die Jungs von den Socken.

Was bisher unerwähnt blieb, nach ca. 50 Cent, die wir in Russland für den Liter Sprit bezahlten, mussten wir in Kasachstan noch 26 Cent für den Liter bezahlen.

An der usbekische Grenze ging es dann weiter. Passkontrolle war schnell hinter uns, dann kam die berüchtigte Zollabfertigung. Zollerklärung ausfüllen, vor allem alle technischen Geräte einzeln aufführen, und bei Beamten anstellen, die vor allem eins konnten, nämlich die Bittsteller zu ignorieren. Währenddessen musste Andrea draußen bei jetzt schon 30° schmoren.
Nach weiteren zwei Stunden war aber auch das geschafft.

Auch hier standen dann 6 bis 8 Leute vor dem Auto und die Vorführung konnte beginnen.

Dann noch schnell eine obligatorische usbekische Haftpflichtversicherung abgeschlossen und es konnte weitergehen. Übrigens haben wir das Wechselgeld auf unsere Zahlung in US$ in Som zu einem Schwarzmarktkurs bekommen. Fiel uns allerdings erst später auf.

Schon der erste Eindruck nur Minuten nach der Grenze zeigte, wir waren in einem anderen Land.

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Die Dörfer hier waren nicht lieblos in die Landschaft geklatscht, sondern sie machten einen gepflegten und vor allem sauberen Eindruck. In Kasachstan war einfach alles vermüllt.

Noch wichtiger für uns, nach der kulinarischen Diaspora im südlichen ländlichen Russland und in Kasachstan, gab es hier auf einmal an der Strasse schöne einfache Restaurants mit dem landestypischen Essen.

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Es war einfach köstlich.

Nach einer Fahrt durch ein sehr schönes Tal…..

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…erreichten wir Samarkand (lasst Euch alleine den Namen auf der Zunge zergehen) am Nachmittag und kamen ohne echtes Ziel auf der Rückseite des Registan an. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie beeindrucken das war.

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Wir liefen noch auf die Vorderseite…

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…bevor wir uns auf die Suche nach dem Orient Star Hotel machten.

Eine solche Suche führen wir immer mit Smartphone und Navi durch (da das Navi die Adressen hier leider nicht mehr kennt). Ist schon abgefahren was heute alles möglich ist.

Es musste auch genau dieses Hotel sein. Diesel ist nämlich in Usbekistan Mangelware. Das Orient Star betreibt aber auch Busse und man kann dort Diesel käuflich erwerben.

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