Einmal um die Ostsee – Abstecher über den Polarkreis

Auf dem Weg Richtung Norden haben wir festgestellt, dass in dieser Region im Norden Finnlands überwiegend Finnen Urlaub machen. Auf einem Campingplatz waren wir nicht nur die einzigen Deutschen, sondern die einzigen Ausländer auf dem Platz, der gut gefüllt war. Das Wetter war bescheiden, eigentlich hatten wir den ganzen Tag Regen und maximal 7°C. Dafür war die Dusche warm und wir wussten ja, dass wir am nächsten Tag den Weihnachtsmann besuchen werden.

Rovaniemi, eine Stadt, die nach dem 2. Weltkrieg komplett neu gebaut werden musste, da die Wehrmacht sich ausgetobt hatte, liegt nicht nur am Napapiiri (Polarkreis) sondern auch direkt neben dem Weihnachtsmanndorf. Ist zwar eine sehr touristische Veranstaltung wie man sieht…

…aber einer der Läden hatte Ausverkauf, was auch uns dazu brachte, eine neue Pfanne und etwas Besteck für den Sprinter zu kaufen.

Und hier der Polarkreis im Weihnachtsmanndorf.

Übernachtet haben wir dann, nach einem schönen Abend im Restaurant „Three Elves“, auf dem leeren Parkplatz beim Weihnachtsmann.

Am nächsten Morgen war das Wetter etwas besser (es gab nur noch Regenschauer). Wir fuhren weiter hoch in die Polarregion, aber auch schon Richtung Schweden. Die Natur wurde karger und herbstlicher.

Wir achteten darauf, nur den Pfad zu betreten. Zerstören wollten wir auf unseren Wanderungen selbstverständlich nichts. Hier regeneriert die Natur nämlich deutlich langsamer. Es ist hier wunderschön.

Da passt sogar ein leichter Regenschauer zur Stimmung..

Während der Weiterfahrt dann immer wieder leuchtende Bäume, selbst ohne direkten Sonnenschein…

…oder ein See. Da braucht es nicht viele Worte.

Unseren Schlafplatz bauten wir dann ebenfalls an einem kleinen See. Auf einem Badsplats zwischen zwei Dörfern. Neben der grandiosen Aussicht….

…gab es sogar ein Plumpsklo ;-))

Auf der anderen Seite der Straße der Fluss in den See.

Von hier aus starteten wir morgens, nach einer ruhigen Nacht, gen Schweden auf. Genauer gesagt nach Kiruna und dem Abisko Nationalpark.

Hier hatten wir auf dem Campingplatz nicht so eine schöne Aussicht.

Wie unschwer zu erkennen, lebt Kiruna vom Bergbau. Wir wollten uns die Stadt trotzdem anschauen, da die Innenstadt von Kiruna gerade verlegt wird. Dies wurde nötig, da die alte Innenstadt wegen der unter ihr verlaufenen Schächte instabil zu werden droht. Das wollten wir uns mal anschauen. Trifft irgendwie unsere morbide Ader.
Tatsächlich war es leicht gespenstig. Aber seht selbst…

Aufgegebene Läden…
aufgegebene Gewerbegebäude
die Fussgängerzone.

Die vollständig aus Holz gebaute Kirche, die 2001 zum schönsten Gebäude Schwedens gewählt wurde, wird (im Gegensatz zu den normalen Gebäuden) in den nächsten Jahren vollständig abgebaut und ca. 5 km entfernt wieder aufgebaut.

Dabei gäbe es noch soviel, das eigentlich auch erhaltenswert wäre.

Nach so viel Untergang zog es uns den nächsten Tag dann in den Abisko Nationalpark. Grandiose Natur erwartete uns. Das Wetter war wieder gut. Allerdings war die Sonnenwindtätigkeit und damit die Möglichkeit Polarlichter zu sehen, schwach. Was das angeht, war die Jagd nicht erfolgreich. Was den Rest angeht, seht selbst.

Zum Abschuss unserer Wanderung unterquerten wir noch die Erzeisenbahnstrecke nach Narvik und sahen uns die verschiedenen Bauwerke der Sami an, die als Freiluftmuseum aufgebaut waren.

Zum Abschluss noch ein nettes Panorama…

…bevor wir dann zurück zur Ostseeküste, nach Lulea (eigentlich gehört auf das a noch so ein kleiner Kringel, was bedeutet, dass es wie ein o ausgesprochen wird) aufgebrochen sind. Unser Wohnzimmer haben wir am Hafen aufgebaut. War auch sehr nett.

Lulea liegt zwar noch oberhalb des Polarkreises, jetzt sind wir aber schon auf der Westseite der Ostsee. Die Weiterfahrt in Schweden gibts dann im nächsten Beitrag.

Ein Gedanke zu “Einmal um die Ostsee – Abstecher über den Polarkreis

  1. Hallo ihr zwei, das sind wunderschöne Bilder und Inspirationen… Welch wunderschöne Natur. Weiterhin eine schöne Zeit und gute Reise. Ich freue mich schon auf weitere Einträge in eurem Blog.
    Liebe Grüße Moni

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