Durch das Rif Gebirge nach Fes

Morgens waren wir so ziemlich die letzten, die aufbrachen. Der Campingplatz lag zwar schön, aber auf das Duschen hatten wir verzichtet, da die sogenannten Sanitäranlagen weder heißes Wasser hatten, noch irgendwie gereinigt aussahen.

P1080963.jpg

Es konnte also nur besser werden. Und es wurde besser. Bei schönstem Wetter machten wir uns auf nach Fes.

P1080976.jpg

an den Strassen wurde gearbeitet, teilweise, wie man bei genauer Betrachtung des Bildes sehen kann, sehr halsbrecherisch. Wir wollten in keinem der Bagger am Hang arbeiten.P1080978.jpg

Nette Versorgungsstationen..

P1080972.jpg

…schöne Landschaft…

P1080976.jpg

…außergewöhnlicher Verkehr.

P1080980.jpgP1080981.jpg

Nette Ortschaften

P1080983.jpgP1080989.jpgP1080992.jpgP1080995.jpg

Manchmal war ein Fahrer etwas abgelenkt, das verzeihen die schmalen Straßen nicht.

P1080996.jpg

Dann eine große Überraschung, ein Fluß der Wasser führt…

P1090004.jpg

…dazugehörig eine schmale Brücke, die man nur im Schritttempo passieren kann, da der Belag auf dem Metallrost nur stellenweise vorhanden war.

P1090006.jpg

Glücklicherweise konnte uns niemand entgegenkommen.

Es gab sogar eine Allee, oder so ähnlich.

P1090008.jpg

Nachdem wir von der Nationalstraße auf eine Nebenstraße mit 3 Ziffern gewechselt waren, verringerte sich das Tempo von durchschnittlich 60 km/h auf unter 40 km/h.

Gründe? Seht selbst…

P1090010.jpgP1090015.jpg

Dafür fast kein Verkehr und tolle Landschaft.

P1090013.jpgP1090017.jpg

Nach knapp 200 km, die wir nach etwas mehr als 5 Stunden (Pause abgezogen) absolviert hatten, ein erster Blick auf Fes, mit mehr als 1 Million Einwohner die zweitgrößte Stadt Marokkos.

P1090022.jpg

Auch hier der Esel ein alltägliches Verkehrsmittel.

P1090020.jpg

Dann der Stadtrand von Fes, mit Speicherburg.

P1090031.jpg

Wenn man wie wir nicht von der Autobahn, sondern von einer Nebenstraße Fes erreicht, ist die Einfahrt in die Stadt schon fast idyllisch.

P1090036.jpg

Aber auch das gehört zur Idylle…

P1090037.jpg

…wie überhaupt die Landstraßen hier ziemlich vermüllt sind, im Gegensatz zu den Ortschaften.

Dann aber doch Einfahrt in die Stadt.

P1090038.jpgP1090040.jpg

Chaotischer Verkehr und Mitfahrer, die sich im Kreisverkehr von hinten anschleichen.

P1090045.jpg

Dieser junge Mann sprang uns vors Auto und dem Sprinter hinten auf.

Ein erster Blick auf die Stadtmauer…

P1090049.jpg

P1090050.jpg

…und dann in die Neustadt um unser Wohnzimmer aufzuschlagen.

P1090052.jpg

Empfohlen war der Platz Diamant Vert, den wir auch fanden. Wir waren sofort total begeistert vom Anblick. Doch leider ist der Platz geschlossen, man bot uns zwar an, auf der Straße (das wäre sehr sicher) zu campen und Duschen sowie Wifi nutzen zu können, aber dazu hatten wir keine Lust.

Die einzige Alternative hier in Fes ist dann ein Platz direkt neben dem Stadion. Allerdings eher rudimentär ausgestattet. Wenigstens hatten die Duschen heißes Wasser. Allerdings war Wifi Fehlanzeige. Hier merkten wir dann, dass unser Auto WLan leider nicht so funktionierte, wie wir uns das vorgestellt hatten. Es konnte sich nur mit Franks Handy verbinden. Blog schreiben also ebenfalls Fehlanzeige.

Wie ihr ja jetzt gemerkt habt, haben wir dies korrigiert. Nach der Besichtigung der Medina von Fes (wie wir bestätigen können, einer sehr großen Medina) sind wir abends, weil wir zu faul waren den Bus fahrbereit zu machen und dachten, dass wir ein Taxi bekommen, fünf Kilometer, an einer stark befahrenen Straße, teilweise ohne Fußweg, zum nächsten Elektrofachmarkt gelaufen (bei 27° C) und haben einen neuen Mobil-Router gekauft. Voilá, nun geht´s mit unserer Internetverbindung dank Maroc Telekom.

Unseren Besuch in der Medina wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten. Los ging es am Bab Bou Jelou.

P1090062.jpgP1090064.jpg

Und jetzt ohne viele Worte die Talaa Seghira hinunter…

P1090066.jpgP1090065.jpgP1090072.jpg

Auch für Erfrischung ist gesorgt, an mehreren Stellen gibt es solch reich verzierte Trinkbrunnen.

P1090075.jpg

Das Angebot ist groß.

P1090077.jpgP1090081.jpgP1090092.jpgP1090093.jpgP1090094.jpg

Seitengassen

P1090083.jpg

Höfe

P1090100.jpg

Die Talaa Keira, bekannt für Kleinkunst und Handwerk

P1090103.jpg

Teilweise in sanierungsbedürftigem Zustand…

P1090105.jpg

…aber auch noch mit „echten“ Läden.

P1090106.jpg

Ein Kunstmuseum mitten in der Medina, in einem ehemaligen Palast.

P1090110.jpg

In die andere Richtung geht es auf den Gemüsemarkt

P1090088.jpg

Ausklang dann mit einem netten Essen in der Nähe des Bou Jeloud…

P1090113.jpg

…natürlich darf der Tee nicht fehlen.

P1090114.jpg

 

Angekommen

…abends in Nazaré hatten wir uns ja schon vorgenommen am nächsten Morgen in Lissabon zu frühstücken. Pasteis de Belem, Vanilletörtchen. Wir kamen im Regen an…

P1080751.jpg

…und was auf den ersten Blick noch ganz nett aussah, entpuppte sich.

P1080753.jpg

Belem ist ja eine der Attraktionen Lissabons, unsere Attraktion fanden wir nach dem Schlängelgang durch zwei oder drei chinesische Busbesatzungen.

P1080755.jpg

Lecker und entschädigt für alles.

Da für den ganzen Tag Regen bis runter zur Algarve angesagt war und es auch den nächsten Tag nicht schöner werden sollte, sind wir runter zur Algarve gefahren. In Albufeira, einem typischen Touristenort, wo sogar zum Strand eine Rolltreppe runtergeht, haben wir eine Kleinigkeit gegessen und sind dann nach Spanien aufgebrochen, da wir uns entschlossen hatten, so schnell wie möglich nach Afrika überzusetzen. P1080769.jpg

Über diese schmale Brücke gelang uns der Übergang von Portugal nach Spanien. In der Nähe von Huelva, genauer auf der Isla Christina, fanden wir ein Nachtlager. Besseres Wetter fanden wir auch.P1080779.jpg

Nach einem schönen abendlichen Strandspaziergang ging es am nächsten Morgen Richtung Algeciras…

P1080806.jpg

…wo wir (natürlich) unsere Tickets bei dem weltberühmten Carlos kauften. Übernachten in Algeciras bedeutet Stellplatz beim Carrefour. Egal, am nächsten Morgen um halb sieben ging es zum Hafen. Nach einmal verfahren kamen wir rechtzeitig an, und auf die Fähre.

P1080816.jpg

Fährt man mit der Fähre aus dem Hafen von Algeciras hat man einen guten Blick auf den Punkt, der von Europa aus dem afrikanischen Kontinent am nächsten liegt.

P1080856.jpg

Richtig, Gibraltar, hier im Sonnenaufgang.

P1080871.jpg

Und hier schon mit genügend Licht. Auf der anderen Seite…

P1080879.jpg

…ein erster Blick auf den afrikanischen Kontinent.

Die Einreise, mit Stempel im Pass und allem Drum und Dran, wird gleich auf dem Schiff erledigt. Das Procedere für die Einfuhr des Autos ist im Mai diesen Jahres stark vereinfacht worden und wird vom Zoll mit erledigt. Der Zoll hat außer Fragen nach Drohnen, Drogen und Waffen einen müden Blick ins Auto geworfen und 30 Minuten später waren wir durch.

Wir fahren in Marokko…

P1080895.jpg …und können gleichzeitig noch einen Blick auf Spanien werfen.

P1080903.jpg

Voila, Ceuta, die spanische Exklave in Marokko, sozusagen Gibraltar umgedreht.

Unser Weg ging vom Hafen Tanger Med Richtung Tetouan, und damit zunächst an der marokkanischen Mittelmeerküste entlang.

P1080907.jpg

P1080919.jpg

Der Verkehr war aber schon nicht mehr wie gewohnt.

P1080915.jpg

Für den Fussgänger auf der Autobahn reichte unsere Reaktionsgeschwindigkeit mit der Kamera nicht aus, deshalb hier kein Foto. Von Tetouan ging es weiter Richtung Chefchauen. Jetzt waren wir richtig in Marokko angekommen.

P1080928.jpgP1080932.jpgP1080941.jpg

Chefchauen war auch unser Ziel für´s erste Wohnzimmer in Marokko. Oben auf dem Berg bei Camping Azilah. Von da aus ging es zu Fuß über einen mit Treppen (oder was als solche gilt) ausgestatteten Waldweg in die Stadt.

P1080948.jpg

Chefchauen wird auch die blaue Stadt genannt, warum, schaut selbst.

P1080954.jpg

In der Medina werden die Häuser und Wege vieler Gassen so gestrichen und auch erhalten. Es gibt aber Nuancen…

P1080955.jpg

…und historische Gebäude, die nicht blau gestrichen wurden.

P1080956.jpg

Zum Abschluss des Tages gab es Kebap und Couscous mit nettem Ausblick.

P1080960.jpg

 

 

Unterwegs nach Marokko

…oder, der Weg ist das Ziel.

Wir hatten uns bereits bei der Planung vorgenommen, am ersten Tag Kilometer zu „fressen“. Das haben wir auch getan, mit freundlicher Unterstützung von echt miesem Wetter. Aufgehört haben wir erst bei mehr als 20°C. Da waren wir schon in Arcachon am Atlantik.

Wenn man schon in Arcachon ist, muss man natürlich einen Blick auf die Dune du Pyla werfen.

Könnt Ihr jetzt auch….

P1080674.jpg

…auch von oben.

P1080681.jpg

Diesmal allerdings nicht von ganz oben, weil Frank seinen Gleitschirm nicht dabei hat.

Nach etwas körperlicher Betätigung, die Düne ist immerhin 140m hoch und aus lockerem feinen Sand, ging es dann auf Etappe. Man könnte auch sagen, jetzt gehts auf nach Spanien.

Wir sind am Atlantik geblieben und am Nachmittag in der Nähe von Bilbao, in Gorliz (nicht Görlitz, das ist die andere Richtung) gelandet. Auch recht schön…

P1080706.jpg

P1080693.jpg

P1080703.jpg

(das mit den Sonnenuntergängen üben wir noch)

Wir sind dann von der Küste abgebogen Richtung Braganca, das ist schon in Portugal. Nordspanien, im Land, sah auf der ganzen Strecke ungefähr so aus…

P1080711.jpg

…unterbrochen immer mal wieder von Ortschaften.

P1080714.jpg

In der Nähe von Braganca befindet sich der Montesinho Park Natural. Das war unser Ziel für Übernachtung drei. Unser Wohnzimmer lag auch wirklich malerisch….

P1080722.jpg

Am nächsten Morgen mussten wir dem schlechter werdenden Wetter wegfahren. Anfangs noch durch den Park.

P1080744.jpg

Mit wunderschönen kleinen Dörfern. Beispiel gefällig?

P1080731.jpg

P1080737.jpg

Da das Wetter immer schlechter wurde und Regen auch für die nächsten zwei, drei Tage in Porto angesagt sind, fiel die Besichtigung der Stadt sozusagen ins Wasser.

Jetzt sitzen wir bei trockenen 25°C vor unserem Bus in Nazaré, Ihr wißt schon, das mit der Welle, und haben uns vorgenommen morgen in Belém (Lissabon) ein Pasteis de Belém zu frühstücken. Wir werden berichten.