Türkei die Schwarzmeerküste

Nachdem wir bereits zwischen Rumänien und Bulgarien gefühlt einen „echten“ Grenzübergang hatten, waren wir von dem Übergang in die Türkei angenehm überrascht. Nach kaum zwei Stunden standen wir schon hinter Grenze für unseren Mautsticker an.

Wir fuhren sofort wieder in Richtung schwarzes Meer, da wir (wegen des Verkehrs) Istanbul umfahren wollten. Erstes Ziel war der kleine Ort Rumelifeneri, der vor der Yavuz-Sultan-Selim-Brücke (nördlichste Bosporusbrücke) liegt. Der Ort selber ist kein echtes Highlight, der Stellplatz ist jedoch als sehr gut bekannt. Außerdem gibt es einen größeren Fischereihafen, den wir abends besuchten. Da war der Hafen natürlich schon nicht mehr aktiv, aber ein wunderbares Fischrestaurant schon.

Der Hafen, mit der Brücke im Hintergrund, bei Tageslicht…

…und zu späterer Stunde, sozusagen bei der Nachspeise.

So ging die Türkei kulinarisch bei uns los….

…in diesem netten Ambiente.

Das fing gut an.

Wir wussten, dass die Schwarzmeerküste nicht so touristisch ist, wie die Mittelmeerküste. Wir ließen uns treiben, da es keine im Voraus festgelegten Ziele gab, außer Nüsse und Pistazien kaufen. Wir waren ja auf dem Weg nach Georgien.

Das es nicht so touristisch ist, heißt ja auch nicht, dass es nicht unheimlich viele schöne Orte gab.In einem davon, der Name ist Yeniçaga, schlugen wir unser zweites Lager auf. An einem schönen See, den wir über eine kleine Pisteneinlage (völlig unnötig, wie wir bei der Rückfahrt Richtung Autobahn feststellten) erreichten. Es war idyllisch.

Zum Essen sind wir in den Ort gelaufen. Wir wissen ja nicht wirklich, was typisch türkisch ist, aber uns kam es dort so vor.

Wir kamen sogar mit dem Besitzer des „Dürüm Sarayi“ ins Gespräch (mit Google Übersetzer), der uns noch alle Highlights auf unserer weiteren Route auf einen Zettel schrieb.

Als wir bezahlen wollten, legte er sich die Hand aufs Herz und sagte, er könne nach einer so netten Unterhaltung von uns doch kein Geld verlangen.

Tolles Essen und tolle Menschen – die Türkei.

Das mit dem Geld haben wir natürlich nicht akzeptiert und haben noch ein fettes Trinkgeld für die Reisetipps draufgelegt.

So traten wir beschwingt den Rückweg zu unserem Camper an und hatten eine super Nacht.

Ziel für den nächsten Tag war Samsun. Die Fahrt dorthin war entspannt.

Merkwürdige Höchstgeschwindigkeit auf der Schnellstraße bei Ortsdurchfahrten haben sie hier. Beim ersten Mal, als wir das Schild sahen, hielten wir es noch für einen Scherz. Ist aber so, hält sich eh keiner dran.

Samsun ist die größte Stadt am schwarzen Meer, entsprechend war der Verkehr bei der Durchfahrt zu unserem Stellplatz am Yachthafen. Hier haben wir dann auch im Basar die Nüsse und Pistazien gekauft, hatten also keine Hand mehr frei, um Fotos zu machen.

Auf dem Stellplatz machten wir dann die Bekanntschaft von Heino und Franzi, zwei jungen Bayern, die mit einem vier Monate alten Kind, in einem dreißig Jahre alten VW LT, unterwegs nach Asien sind. Bei ein paar Landebier stellten wir gegenseitig fest, dass wir schon eine ganze Menge von der Welt gesehen haben. Allerdings sind Heino und Franzi nur halb so alt wie wir. Respekt!

Auch abends war die Kamera noch im Auto. Erst am nächsten Morgen gelang uns ein Schnappschuss in Samsun.

Wir näherten uns Trabzon und damit der letzten Übernachtung in der Türkei.

In Trabzon bogen wir allerdings in die Berge ab, um eine kühle Nacht zu haben. Wir übernachteten direkt auf dem Stellplatz eines Restaurants, …oder so ähnlich.

Wieder sehr herzliche Menschen. Der gut englisch sprechende Sohn führte uns ins Landleben ein und wir hatten auch hier einen schönen Abend.

Am nächsten Tag ging es dann Richtung georgische Grenze, die sich schon siebzehn Kilometer vorher mit LKW Staus ankündigte.

Wir konnten glücklicherweise vorbeifahren. Trennen mussten wir uns dann an der Grenze, da nur der Fahrer (und eingetragenen Eigentümer) im Auto die Grenze überqueren darf. Andrea kann jetzt haarsträubende Geschichten über drängelnde Mütterchen mit Riesenmengen an Gepäck erzählen, während Frank nur etwas länger warten musste.

Letztlich ging alles gut und innerhalb von zweieinhalb Stunden durch die Bürokratie. Zu überhöhten Preisen erwarben wir noch eine Versicherung für das Auto und eine SIM Karte. Wir waren in Georgien.

Ein Gedanke zu “Türkei die Schwarzmeerküste

  1. Servus ihr zwei, wieder einmal schöne Fotos und wie immer wunderbar kommentiert.. Jetzt sind wir mal auf die georgische Küche gespannt 🤩 … Viel Spaß euch beiden weiterhin, LG Pascal und Iris

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