Salento – mitten im Kaffeedreieck von Kolumbien

Barichara hatte uns richtig gut gefallen, aber drei Monate sind kurz, um einen ganzen Kontinent zu bereisen, deshalb mussten wir weiter. Einmal quer über die Anden, erstmals über 3.000 Meter hoch, ständig auf und ab und sehr kurvig war die Fahrt. Langsame LKW, die mit 15 bis 20 km/h die Berge hochkrochen und schnelle Kolumbianer, die an den unmöglichsten Stellen überholten.

Übernachtet haben wir auf ca. 2.600 m Höhe vor dem Tor eines Naturparks, den wir abends über eine üble Piste erreichten.

Insgesamt war die Fahrt sehr abwechslungsreich, aber ca. 600 km bedeuteten auch zwei lange Fahrtage, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 38 km/h.

Kurz vor Salento zeigte uns unser Navi eine Straße an, die sich als schmaler Waldweg mit fetten Steigungen und erstaunlich viel Gegenverkehr (auf einspurigem Untergrund) entpuppte.

Dafür kamen wir aber nach 10 km Waldweg, für die wir ca. 45 Minuten brauchten, auch auf der Seite von Salento an, auf der sich der von uns geplante Camping-Spot befand. Hinter den Pferdeställen fanden wir Platz auf einer Wiese, zusammen mit zwei Schweizern, die sich ihr Auto in British Columbia gekauft hatten.

Von dort aus erreichten wir Salento zu Fuß in einer viertel Stunde, allerdings auch bergauf, bergab bei 30°C.

Die kleine Hütte hinter den Jeeps ist der zentrale Verkaufsstand für Fahrten zu den Kaffeefarmen und in das Valle de Cocora.

Dieser Jeep fährt allerdings keine Touren mehr, er ist die Station für Coffee to Go in Salento.

Weitere Eindrücke von Salento:

Am nächsten Tag unternahmen wir dann unsere Kaffee-Tour auf die Ocaso-Farm. Hier fand die Begrüßung statt…

…unser Guide Nicolas (Betonung auf das „as“ am Ende). Er studiert Sprachen, hat das Studium allerdings unterbrochen, da ihm das Geld ausgegangen war.

Und jetzt Eindrücke von der Führung, nähere Erläuterungen gerne dann mündlich.

Kaffeepflanzen brauchen Schatten, weswegen auf jeder Kaffeeplantage eine Menge anderer Pflanzen zu finden sind.

Die reifen Kaffeekirschen werden aufgedrückt und die zwei Bohnen pro Kirsche kommen ans Tageslicht.

Das wird allerdings normalerweise maschinell gemacht. Hier eine kleine Vorführmaschine…

…und hier die „große“ Maschine der Farm, die 500 kg pro Stunde verarbeiten kann.

Danach geht der Kaffee zum trocknen, bevor er geröstet wird.

Zum Abschluss haben wir uns noch ein Kilo des wirklich hervorragenden Kaffees mitgenommen.

Am nächsten Tag sind wir dann noch ins Valle de Cocora gefahren, der zweiten Attraktion der Gegend um Salento. Hier wachsen die höchsten Palmen der Welt. Die größten Exemplare sind über 60 m hoch.

Wir fahren nach einer längeren Wanderung weiter Richtung Süden, einem einzigartigen Weltkulturerbe und der Grenze von Ecuador entgegen. Dazu gibt es neben den auch in Deutschland bekannten derzeitigen Problemen, noch eine weitere Situation, die unser Weiterkommen beeinträchtigt. Doch dazu mehr im nächsten Beitrag.

2 Gedanken zu “Salento – mitten im Kaffeedreieck von Kolumbien

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