Salar de Uyuni

Eigentlich wollten wir nach Sucre fahren, der Hauptstadt von Bolivien (Regierungssitz ist aber La Paz). Die weiße Stadt, eine der schönsten Städte Südamerikas. Als wir aber abends hinter Ruinen eines alten Dorfes standen, entschieden wir mal wieder um. Nach La Paz und zugegebenermaßen dem dortigen Verkehrschaos, hatten wir eigentlich keine Lust in die nächste Stadt zu fahren. Dazu beigetragen hat auch der schöne Übernachtungsplatz zwischen Ruinen und Fluss. Es war aber auch viel schöner ohne dichten Verkehr unterwegs zu sein.

Da der Schlafplatz am Fluss kurz hinter der Verzweigung Sucre / Uyuni lag, fuhren wir am nächsten Tag wieder an die Verzweigung und wählten den Weg nach Uyuni. Dort liegt der größte Salzsee der Welt. Nach Gerts Meinung das bedeutendste Naturwunder Boliviens und für uns einfach das bessere Ziel. Auf Stadt hatten wir keine Lust. Lieber ab und zu kleinere Städte, mit großen Ortsschildern und einer großartigen Landschaft.

Ungewohnte Schilder…

…und dann der erste Blick auf den Salar de Uyuni.

Es sah total unwirklich aus, eher wie eine Luftspiegelung. Als die Abzweigung zum Salar kam, entschieden wir uns näher ranzufahren ,um einen ersten Eindruck zu gewinnen, bevor wir morgen versuchen wollten den Salar zu befahren. Im südamerikanischen Winter ist das einfach möglich, da kein Wasser im See ist, wir waren aber jetzt in der Regenzeit hier.
Der unwirkliche erste Eindruck blieb erhalten, als wir vorne an der Landzunge/Salzzunge standen.

Das Wetter war gut. Wir sahen uns um, machten ein paar Fotos und überlegten, ob wir auch bis zum Salzhotel fahren sollten. Wir diskutierten mit ein paar polnischen Motorradfahrern auf deutsch und englisch. Gut, die hatten mit ihren Motorrädern keine Chance, dafür war das Wasser schon kurz nach dem Ufer zu tief. Wir schauten noch einem LKW hinterher, der in Richtung Salzhotel unterwegs war und dann gaben wir uns einen Ruck und fuhren auch los. Was für ein Erlebnis. Wie soll man das beschreiben? Das leise Rauschen des Wassers, die Suche nach der richtigen Spur, das leichte Unbehagen und gleichzeitig das berauschende Gefühl den Salar zu befahren (in der Regenzeit).

Alles ging ineinander über, es gab keinen Horizont, außer wenn man in Richtung der Inseln schaute.

Ein Blick zurück ans Ufer.

Ein Blick zur Seite.

Ein Blick nach vorne.

Dann waren wir da, am Salzhotel und dem Dakar-Monument. Es steht dort, da die Rally Dakar vor vielen Jahren einmal durch Bolivien führte.

Für Frank war es eines der Ziele dieser Reise, ein Foto des Monuments mit dem Sprinter zu haben. Die Freude war groß, als wir dieses Ziel erreichten. Neben dem Monument das nächste Ziel, die Fahnen und dann das Salzhotel.

Natürlich haben wir uns auch verewigt.

Danach ging es zurück über den See und nach Uyuni. Wir hatten das super Wetter genutzt, was sich als sehr gut herausstellte.

Der Sprinter sah nach der Fahrt so aus,….

…was eine Autowäsche dringend machte. Dafür gibt es in und um Uyuni eine Menge Autowaschplätze. Dank der iOverlander App konnten wir uns die beste raussuchen. Wir kamen gegen 17.00 Uhr dort an. Zu unserer Überraschung sprach der Autowäscher ein wenig englisch und teilte uns mit, dass sie gerade schließen würden und wir am nächsten Morgen um 9.00 Uhr wieder da sein sollten.

Wir übernachteten mit einem guten Sicherheitsgefühl in Uyuni vor einer Kaserne, gingen noch eine Pizza essen (ist der Renner in Bolivien) und waren am nächsten Morgen um 9.00 bei der Autowäsche. Wir waren die vierten in der Schlange. Ging doch.
Wir warteten allerdings eineinhalb Stunden. Die Wäsche unseres Autos dauerte dann nochmal 90 Minuten, die dann die anderen warten mussten, da beide Autowäscher sich um unser Auto kümmerten.

Gründliche Unterbodenwäsche, zweifach Schaumhandwäsche und Handtrocknen. Das Ergebnis war sensationell. Es hielt allerdings nur einen Tag, da wir uns auf den Weg zur Lagunenroute machten.

Vorher ging es für uns aber noch auf den Eisenbahnfriedhof von Uyuni. Den wollten wir eigentlich am Vortag bereits besuchen, aber da hatten wir kurzentschlossen bereits den Salar befahren, was eigentlich für heute auf dem Plan stand.

Vertrieben wurden wir schließlich durch ein Gewitter. Das hätten wir nicht auf dem Salar erleben wollen, hätte wahrscheinlich nasse Höschen gegeben.

Auf unserem Weg zum zweiten Naturhöhepunkt Boliviens, der Lagunenroute, klarte es wieder auf und wir nahmen die nächsten 500 Höhenmeter auf rd. 4100m in Angriff, um zu starten.

Ein Gedanke zu “Salar de Uyuni

  1. Hi ihr Abenteurer,wir sitzen gerade faul auf der Coach und geniessen euren Blog,über den Salzsee zu fahren hat uns am meisten beeindruckt,Respekt und auch ein bisschen Schmunzeln über das Kind im Mann (Pablo)vielen Dank für die Eindrücke…liebe Grüße und noch viel Spaß

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