Paso San Francisco

Es war von Anfang an unser Plan, zwischen Chile und Argentinien zu wechseln. Dafür boten sich im Norden mehrere Pässe an. Beispielsweise hätten wir gleich von San Pedro aus wieder hoch fahren können. Dazu fehlte uns aber der Drive. Lange Rede kurzer Sinn, wir hatten uns den Paso San Francisco ausgewählt, da bei Frank irgendwas bei dem Namen klingelte. Vorstellungen hatten wir aber keine. Der Paso San Francisco liegt auf 4726 m (wieder mal). Als wir losfuhren war klar, dass die nächsten fast 500 km keine Tankstelle oder andere Versorgung zur Verfügung stand. Der Ersatzkanister war also wieder gefüllt.

Dann ging es los und einer der schönsten Tage dieser Reise und in unserem Leben begann.

Grüne Berge, gelbe Berge, beige Berge, rote Berge, lila Berge, es war eine Pracht. Hinter jeder Kurve ein neues Ahh….
Leider können die Bilder das majestätische nur unzureichend rüber bringen.

Zwischendrin ein Fluss und Schwefelablagerungen.

Unser Weg.

Ab und zu gab es auch mal ein paar Bewohner.

Dann kamen wir an einen Salar und die chilenische Grenzstation.

Die Abwicklung war problemlos, Ausstempeln des Passes und Ausfuhr des Autos benötigten kaum 20 Minuten. Dann sagte uns die Frau an der Migracion allerdings, dass die argentinischen Kollegen um 17.00 Uhr ihren Laden dichtmachen. Es war zwar erst 15.00 Uhr, aber die argentinische Grenzstation war 150 km entfernt. Das hieß Gas geben und hoffen, dass die Straße gut ist.

War sie, ebenso wie die Natur außen rum.

Dann kam die Laguna Verde. Das türkiseste Türkis, dass wir bisher in der Natur gesehen haben. Unglaublich.

Das mussten wir erstmal auf uns wirken lassen. Sollten wir hier oben deswegen übernachten müssen, dann war es eben so. Wir wären dann zurückgefahren und hätten hier übernachtet.

Wir waren am höchsten Punkt angelangt.

Kurz einen Sticker hinterlassen und weiter. Jetzt ging es zwar runter, aber die Ahhs und Ohhs wurden nicht weniger.

Uns erwartete der bisher schönste Grenzübergang unseres Lebens. Er liegt am Rande dieses Salars.

Wir waren um kurz vor 17.00 Uhr eingetroffen. Auch hier ging alles schnell und unkompliziert und um zwanzig nach fünf waren wir in Argentinien.

Mit dem Wahnsinn ging es auch ungebrochen weiter.

Die Berge hier wirkten fast wie lackiert im Sonnenschein.

Die Wolken passten dazu.

Wir wollten noch unter 3000 m kommen, um besser schlafen zu können, das war auch möglich, da die Sonne hier mindestens eineinhalb Stunden später untergeht, als beispielsweise in Ecuador.

Als wir einen guten Schlafplatz an einem Fluss fanden, waren wir sogar schon knapp unter 2000 m. Da schmeckte das Landebier erst recht gut.

Morgen gehts dann richtig nach Argentinien, unserem sechsten Land in Südamerika. Wir freuen uns darauf. Ein Wahnsinnstag liegt hinter uns. Wir mussten erst mal wieder ein bisschen runterkommen. Es war toll.

4 Gedanken zu “Paso San Francisco

  1. Liebe Andrea, lieber Frank, zu später Stunde habe ich mir die Bilder auf mich wirken lassen. Es ist schon gigantisch, was Südamerika alles zu bieten hat und wir denken immer diese armen Menschen von hier aus. Bei soviel Naturangebot sind wir doch die armen Schlucker. Ich hoffe, Ihr kommt noch einmal zurück nach Deutschland und bleibt nicht dort. Bei Eurer Begeisterung könnte man es fast verstehen. LG Peter

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  2. Moin, bin zurück von der Küste
    aber sowas wie bei euch gab es dort natürlich nicht, seeehr eindrucksvoll, schon auf den Bildern, ich bin ja auch Fan von Natur-Highlights, San Francisco im Süden Amerikas nehme ich in meine künftige Reisplanung auf, ist auch nur 2.000 km per Auto von Iguazu entfernt 🙂 wenn man dann in Chile vom Paso noch 700 km südlich fährt, kommt man in eines des schönsten Weinbaugebiete von Chile, Valle de Elqui…

    GLG Andreas

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