
Wir sitzen in einem schönen Park, mitten in der Natur in Santa Rosa, Kolumbien. Das Auto ist eingerichtet und morgen geht die Reise richtig los.
Angefangen hat es aber etwas holprig. Erst wurde das von uns eigentlich gebuchte Schiff für den Camper umgeleitet. Die Reederei ließ es nur noch nach Kingston auf Jamaika fahren. Glücklicherweise hatten wir mit Ricardo Gomez von Overlander Shipping einen engagierten Agenten, der uns, allerdings leider deutlich teurer, eine Alternative auf einem Flat-Rack-Container organisierte. Das ist ein Container ohne Dach und Seitenteile. So konnte es dann für den Camper in Hamburg losgehen.

Allerdings spielte zunächst das Wetter nicht mit, so dass das Schiff statt am 21. Dezember erst am 27. wegkam. Bedeutet natürlich gleichzeitig, dass es erst später, nämlich am 10. Januar statt am 7. in Cartagena angekommen ist. Unsere Flüge waren aber schon für den 5. gebucht und unsere Unterkunft nur bis zum 10. Januar.
Als dann auch noch unser Flug verspätet losging und wir unseren Anschlussflug in Bogota verpassten, dachten wir, irgendwie läuft es nicht wirklich rund.
Cartagena, einstmals der wichtigste Hafen Spaniens in Südamerika (Neuspanien), hier sammelte sich die Silberflotte, ist eine Millionenstadt. Wir haben unsere Unterkunft in Centro, dem historischen Kern Cartagenas, innerhalb der historischen Stadtmauer gebucht und am frühen Morgen des 6. Januar (eigentlich wollten wir am 5. nachmittags ankommen) bezogen. Taxifahrer hier kennen sich übrigens in ihrer Stadt nicht wirklich aus, so dass auch unsere Taxifahrt vom Flughafen nicht 20 Minuten, sondern über eine Stunde gedauert hat und das mit einem zunehmend verzweifelter stöhnenden Taxifahrer.
Es lief nicht wirklich rund.
Am nächsten Morgen sah die Welt allerdings schon viel schöner aus.






Die Temperaturen waren allerdings nicht darauf ausgelegt ausgiebige Touren zu Fuss zu gestatten. Die Wetter App gab 36°, gefühlt 44° an. Ausgedehnte Siestas waren die Folge.
Abends ließen wir es gerne in einer Bar mit Terrasse auslaufen, wie hier im „Donde Fidel“.

Hier die Stadtmauer mit dem Wahrzeichen von Cartagena, dem Torre de Reloj.

Noch mit Weihnachtsdeko. Die Stadtmauer mit Kathedrale….

…und ohne

Ein längerer Fußweg zur Festung San Felipe de Barajas bei 35° war auch nicht wirklich ein Vergnügen. Als wir ankamen hatten auch noch fast gleichzeitig zwei Busse ihre Passagiere entladen. Wir hatten Glück, dass uns ein freundlicher Wasserverkäufer auf einen Insidereingang hinwies, wo wir uns nicht anstellen mussten. Wer weiß, ob wir uns überhaupt angestellt hätten.

Wie man sieht, ging’s auch noch steil bergan, nachdem wir die Kasse hinter uns gebracht hatten. Mit zwei Flaschen Wasser vom freundlichen Verkäufer, haben wir es aber letztendlich geschafft.


Wie zu sehen, wurden wir mit schönen Ausblicken auf die neuen Stadtteile und Centro belohnt.

Auf dem Rückweg sind wir nochmals über die Stadtmauer gewandert und konnten so wie die alten Spanier von der Mauer zur Festung herüber schauen. War schon beeindruckend…

Aber auch wenn Cartagena schön ist, wurde die Warterei auf den Camper langsam nervig, insbesondere weil die Agentin hier vor Ort nicht den Eindruck machte besonders guten Service für ihre Kunden erbringen zu wollen, sondern eher daran interessiert schien, uns etwas länger warten zu lassen, da das die Hafengebühren erhöht.
Schließlich durften wir am 11. Januar in den Hafen. Der Camper stand noch auf seinem Flat-Rack und in meiner Naivität dachte ich wir bekommen das Auto heute auch aus dem Hafen raus.

Stattdessen saßen und standen wir den ganzen Tag auf dieser netten Fläche am Hafen, bei 35° und bei Wasser ohne Brot, für insgesamt 10 Minuten Action. Einmal durfte ich den Sprinter vom Flat-Rack fahren und dann kam der Zoll noch für eine 2 Minuten Kontrolle.
Zusammen mit mir (es durfte nur der eingetragene Eigentümer in den Hafen) warteten noch James, ein Kanadier mit Truck und Boot, und Sebastian, ein deutscher YouTuber (Neuland Stories) auf ihre Fahrzeuge.
Obwohl wir alles probierten, inclusive Sprint zum DIAN (dem hiesigen Zoll), um noch die Freigabe zu kriegen, bekam am Schluss nur James seinen Truck noch am Freitag Abend aus dem Hafen raus. Ich konnte den Sprinter dann am Samstag Mittag endlich rausfahren, Basti wartet aktuell (Montag) immer noch, darf aber wohl morgen früh sein Auto in Empfang nehmen.
Wir sitzen, wie bereits eingangs erwähnt, jetzt in der Nähe von Cartagena auf einer Finca und haben nach ein bisschen Kisten-Tetris die meisten Sachen an ihre Plätze geräumt.

Zwar lief nicht alles rund zu Beginn, aber es gibt schlimmere Schicksale als hier in der Natur zu sitzen und nach einer leckeren Tarte mit Thunfisch und Tomate die letzten Tage zusammenzufassen.


Hola, me alegro de que todo haya ido razonablemente bien y de que ya estés de camino a Bolivia en coche. Por favor, no te olvides de la familia de Fernando. Por supuesto Franz ya me había informado de que te había llamado porque yo no podía darle ninguna información sobre dónde estás exactamente ahora. Esta es la primera y última vez que escribo aquí, en el futuro sólo vía WhatsApp. Te deseo mucha diversión y que lo pases bien. Saludos cordiales Peter
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Es dicil creer lo bueno que es tu español. Estaréen contacto en cuanto lleguemos a Bolivia.Por lo demás, todo lo mejor para ti y nos vemos pronto por WhatsApp.
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Schön von Euch zu hören, gut, dass es endlich los geht – viel Spaß!!!
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Werden wir haben.
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Wir wünschen euch eine wunderschöne, sichere Tour mit vielen schönen Eindrücken und leckeren regionalen Genüssen!
Alles Gute unterwegs!
Davorin und Helge
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Vielen Dank Ihr Zwei.
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Hallo ihr Lieben ,
auch wenn es für euch ein holpriger Start war ,freuen wir uns das letzendlich alles geklappt hat .
Eure Schilderungen haben uns ein Schmunzeln abgewonnen und bestimmt ist es eine gute Erfahrung, die Mentalität der Menschen in Südamerika schnell zu verinnerlichen.
Wir wünschen euch viel Spaß ,tolle Erlebnisse und viele liebenswerte Menschen auf eurem Trip.
Natürlich freuen wir uns sehr ,auf weitere Details…alles Liebe
Gabi und Robby
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Unser treuester Kommentator. Vielen Dank für Deine/Eure Begleitung!
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Liebe Andi, lieber Frank, na das war ja ein turbulenter Auftakt Eurer Reise. Hoffentlich klappt jetzt alles etwas reibungsloser. Ich wünsche Euch eine tolle Reise, ohne weitere Komplikationen, liebe Grüße und bleibt gesund und munter, Euer Jens!
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Vielen Dank Jens
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Das war ja ganz fürchterlich anstrengend für euch. Ich wünsche das es jetzt entspannter für euch weiter geht und es einfach schön wird. LG senden Wolfgang und Gaby.
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Danke für die Anteilnahme, Anstrengung ist relativ, es gibt schlimmere Schicksale. Liebe Grüße Andrea und Frank
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nices!! Südamerika entlang der Panamericana – Die Route
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