Wir haben ja nur ein Visum für 10 Tage erhalten, deshalb mussten wir uns ein wenig eilen. Die eigentlich geplante Umfahrung des Chimborazo, mit Besuch einer Schokoladenfabrik, fiel deshalb aus und als Ausgleich machten wir einen kleinen Abstecher auf die Ruta de las Cascadas bei Baños.
Zur Besichtigung haben wir uns den Pailon del Diablo ausgesucht. Hier ein erster Blick auf den Fluss Pastaza, der sich kurz danach in die Tiefe stürzt.

Der Weg dorthin war nicht wirklich lang, aber echt steil.


Am Wegesrand versuchten auch ein paar kleinere Bäche sich als Wasserfall zu profilieren.

Der Pailon mit seinen über 80 Metern sah aber dann doch ein bisschen anders aus.

Man kann bis hinter den Wasserfall hochklettern, wegen der Feuchtigkeit waren aber keine Aufnahmen möglich.
Nach dem anstrengenden Rückweg, weil steil und auf über 1.800 m, freuten wir uns auf unseren designierten Stellplatz im Tal. Als wir den endlich gefunden hatten, nach einer Piste auf einem Abbaugelände, stellte sich heraus, dass es ihn nicht mehr gab. Macht ja nichts, wir hatten eine Alternative. Als wir dort aufschlugen, empfing uns am Eingang das Schild „cerrado“.
Mist, nur noch eine Stunde Tageslicht. Bedeutete eine Übernachtung auf einer 24 Stunden Tankstelle, weil sicher.
Am nächsten Morgen ging es dann früh los, weil auf der Tanke auch die LKW früh aufbrachen. Das bedeutete aber nicht, dass es nicht trotzdem ein beeindruckender Aufbruch war.

Solche Bilder gibt es in Ecuador überall. Es ist faszinierend.

Wir waren auf dem Weg nach Cuenca, der schönsten Stadt Ecuadors. Jeder Ecuadorianer mit dem wir uns unterhielten, sagte uns, wir würden diese Stadt lieben. Cuenca, das auf ca. 2.500 m liegt, hat rd. 330.000 Einwohner und ist nicht nur kulturelles Zentrum des Landes, sondern auch noch eine der wichtigsten Städte für den Panama Hut.
Als wir dann auch noch den Stellplatz fanden, den es nicht nur tatsächlich gab, sondern der auch noch fußläufig zur Innenstadt lag, konnten wir, da wir bereits gegen Mittag da waren, gleich in die historische Altstadt starten.
Als erstes ging es in´s Hutmuseum, das gleichzeitig auch Hutmanufaktur ist.

In Cuenca und dem naheliegenden Montechristo wurde der Panamahut, der heute immaterielles Weltkulturerbe ist, erstmals aus Fasern der nur hier wachsenden Toquilla-Palme geflochten. Das Flechten dauert je nach Qualität des Huts von 4 Tagen bis zu 3 Monaten.
Der Hut heißt übrigens Panama-Hut, da ein Teilnehmer der Weltausstellung 1900 in Paris einen solchen trug. Der Teilnehmer kam aus Panama und der Name des Huts war geboren.
Nach dem Flechten geht der Rohling in die Presse.

Zum Abschluss noch eine Mitarbeiterin, bei den letzen Feinarbeiten für den Hut von unserem Kollegen Andreas.

Ein paar Meter entfernt, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, fanden wir die berühmte Markthalle von Cuenca. Den Fleischteil lassen wir aus Rücksicht auf unsere vegetarischen und veganen Freunde aus. Der sah aber auch klasse aus, insbesondere weil auch angerichtete Speisen verkauft wurden.

Als wir dann beim Rundgang durch die Altstadt auch noch einen Innenhof mit mehreren Gaststätten fanden, wo eine besser aussah als die andere, wussten wir, für heute war´s genug des „rundgehens“. Eine von den Gaststätten war auch noch eine Hausbrauerei mit gutem Essen. Was wollten wir mehr.

Der zweite Tag in Cuenca war nicht nur dem weiteren Rundgang gewidmet, sondern diente auch dem Auffüllen von Vorräten etc. Hier noch ein paar Eindrücke dieser wunderschönen Stadt.



Unsere Zeit in Ecuador näherte sich nun ihrem Ende. Wir brauchten noch zwei Tage bis zur Grenze und entschieden uns, nicht über den Hauptgrenzübergang nach Peru zu fahren, sondern nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ einen kleinen unbedeutenden Grenzübergang zu nehmen, von dem wir gelesen hatten.
Die Besonderheit war, dass 50 km vor dem Grenzübergang auf der ecuadorianischen Seite, die Straße nur noch eine Piste war. Bei Regen wurde strengstens von ihr abgeraten. Den Rest erzählen die Bilder…



…ab hier dann Piste und wir kamen uns vor wie auf einer Dschungeltour…




…aber nicht, dass ihr glaubt es gab keinen Gegenverkehr..

Übernachtet haben wir am Busbahnhof von Zumba. Als wir dort fragten, ob das möglich wäre, kam nur eine gelangweilte Handbewegung. Kam demnach öfter vor.
Am nächsten Morgen ging es genauso weiter, es war ein Fest.

Kurz vor der Grenze stand dann ein Bus im Weg, der Goldwäscher fuhr. Ja tatsächlich Goldwäscher. Die Mopeds an der Seite wurden mit dem Equipment beladen oder es ging zu Fuß zum Fluss runter.

Der Grenzübergang ging dann relativ schnell und wir waren in Peru.
Hallo ihr zwei Entdecker..Klasse Eindrücke und sehr schöne Bilder der Gegend ,spannend das eure geplante Routine ,wenn sie mal nicht funktioniert ,sich in so schöne Erlebnisse verwandelt..noch viel Spaß bin gespannt wie es weiter geht liebe Grüße
LikeLike