Es kann nur Einen geben… 27. und 28.8.

Auf den Spuren des Highlanders sind wir in der Gegend von Glenfinnan und der Isle of Sky unterwegs. Sehenswürdigkeiten standen auf dem Programm. Das hatte den Nachteil, dass viele Andere die gleiche Idee hatten. Wir befinden uns jetzt in der touristischsten Gegend der Highlands, mit vielen Hotspots, von denen wir einige vorstellen werden.

Von Strathcarron aus wollen wir die Isle of Sky besuchen. Wie immer in Schottland ist auch der Weg bereits ein Erlebnis.

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Dann kam der erste bereits überfüllte Parkplatz, was uns andeutete, dass auch die erste Attraktion auf uns lauerte.

Es kann eben nur Einen geben…

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…Eilean Donan Castle von der einen Seite und (deutlich dramatischer)…

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…von der Anderen.

Den Besuch sparten wir uns (wäre auch langwierig geworden). Übrigens ist die Burg zu Beginn des 20. Jahrhunderts rekonstruiert worden. Sieht nur alt aus. Spielt aber trotzdem in fast jedem Highland Klassiker eine Rolle, nicht nur im Highlander, sondern auch bei Braveheart und Rob Roy.

Nicht weit entfernt geht es über die Skye-Bridge auf die Isle of Skye.

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Wie ihr seht, hat die Brück schon was von der Fahrt in den „Sky“.

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Die Isle of Skye wird als die Highlands im Taschenformat bezeichnet. Über relativ volle Straßen ging es in Richtung Portree, der Inselhauptstadt.

 

Die Landschaft wie immer beeindruckend.

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Portree selbst ist ein schnuckeliges Städtchen, allerdings wie schon bei Eilean Donan Castle, überlaufen. Nach der relativen Einsamkeit der nördlichen Highlands mussten wir uns an diesen Zustand erst wieder ein wenig gewöhnen.

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Der Hafen (oben) und der Blick in die Bucht von Portree (folgend).

 

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Noch ein paar Eindrücke von der Isle of Skye…

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…inkl. einem einsamen, aber standhaftem Baum.

 

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Wir haben dann von der großen Rundreise über die Isle of Skye abgesehen, da noch einige weitere Highlights in der Gegend auf uns warteten. Insbesondere der höchste Berg Großbritanniens, der Ben Nevis, war unser Ziel für den Abend.

Wie immer (uns fallen schon keine Redewendungen mehr ein) war der Weg an sich schon ein Highlight.

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Die Höhe von 1344 Metern (manche Schotten sprechen sogar nicht geizig von 1345 Metern) hört sich zunächst nicht besonders hoch an. Allerdings waren auch deutlich niedrigere Berge in den Highlands schon echt beeindruckend. So auch der Ben Nevis. Vor allem, da wir an seinem Fuß unser „Wohnzimmer“ bezogen.

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Heute (sozusagen der nächste Morgen) herrscht Driech (ihr wißt schon, der langanhaltende). Nichts desto Trotz standen weitere Sehenswürdigkeiten in der Gegend für die Besichtigung durch die Kläuse an.

Auf dem Weg an das Loch Ness mussten wir nach der Überfahrt über eine Brücke bereits das erste Mal eine Pause einlegen, um Euch die Alte und die neue Brücke über einen Zufluss zum Loch Lochy (ist das Loch nach dem Loch Ness, Andrea vermutet, den Schotten sind die Namen ausgegangen) zu zeigen.

Zunächst die alte Brücke…

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…mit vorgelagertem Wachturm (oder Zollturm?)…

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…und dann die neue Brücke (die, über die wir gefahren sind).

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Na? Wo ist der Unterschied?

Richtig, über die neue kann man fahren. Ist schon toll hier (vor allem wenn es eine kurze Regenunterbrechung gibt).

Dann Loch Ness, ohne Ungeheuer, aber ungeheuer beeindruckend.

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Das ist der Blick vom Wachturm von Urquardt Castle. Das Castle selber einer der Höhepunkte jeder Schottlandreise. So jedenfalls der Reiseführer unseres Vertrauens, dem wir hierher gefolgt sind. Macht Euch selbst ein Bild.

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Zum Abschluss noch ein Bild vom Loch Ness in die andere Richtung und dann (auch in der anderen Richtung) nach Glenfinnan.

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Glenfinnan auch aus Filmen bekannt, wie Ihr unschwer am nächsten Bild erkennen könnt.

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Eigentlich wollten wir pünktlich zur Überfahrt des Jacobite Steam Trains hier sein, war jedoch unmöglich zu erreichen, da in Glenfinnan und der näheren Umgebung kein Parkplatz frei war. Wie sich anlässlich der obigen Aufnahme herausstellte, war dies ein Glück. Als nämlich keine Leute mehr da waren, konnte nur mit zwei leichten Stürzen im völlig aufgeweichten Untergrund, überhaupt der Punkt für die Aufnahmen erreicht werden.

Von unten macht das Glenfinnan Viadukt übrigens auch einiges her.

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In Glenfinnan findet sich zusätzlich noch das Glenfinnan Monument. 1815 gebaut in Verklärung des letzten großen Aufstands der Highland-Clans, zusammen mit Bonnie Prince Charlie (einem Stewart) 1745. Der sogenannte Jacobite-Aufstand.

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Das ganze zusammen mit der Umgebung und dem Loch Shiel (leider auch etwas hinter dem Regen verschwunden) ist das Ende unserer Tour der Sehenswürdigkeiten um Glenfinnan. Wir sitzen jetzt wieder am Fuße des Ben Nevis. Eigentlich wollten wir schon in Glen Coe sein, mussten aber zweimal nach Glenfinnan fahren, wegen des Touristenaufkommens. Glen Coe dann im nächsten Beitrag.

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Glen Coe und Oban, 29. und 30.8

Gestern war der Tag mit dem schlechtesten Wetter bisher, insoweit konnte es nur besser werden und es wurde besser. Der Dauerregen hörte auf und die Temperaturen stiegen auf subtropische 16°. Nach einer weiteren (ungeplant) Nacht am Ben Nevis brachen wir in das Tal Glen Coe auf und wie immer war die Fahrt bereits ein Fest.

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Wir besuchten eingangs des Tals das Visitor Center, das uns als wirklich sehenswert empfohlen wurde. War es auch, vor allem, da man einen ersten Blick in das Glen Coe werfen konnte.

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Im Jahr 1692 fand in diesem wunderschönen Tal das „Massaker von Glen Coe“ statt, wo in einer Nacht ein ganzer Clan im Schlaf ermordet wurde.
Heute ist das Tal friedlich und auch, wenn man es, wie wir, zusammen mit vielen Anderen befährt oder bewandert, wirkt es sehr ursprünglich (wahrscheinlich weil die meisten eben nur durchfahren). Allerdings muss man spätestens alle paar Minuten anhalten, um zu genießen.

Ihr könnt Euch selber ein Bild machen.

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Nach diesem Abstecher in´s Land wandten wir uns wieder der Westküste zu und passierten dabei den Ort Bridge of Orchy und seine namensgebenden Brücke…

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…bevor wir unseren Zielort Oban erreichten. Oben links seht Ihr unser neues Wohnzimmer.

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Oban selbst ist ein sehr nettes Städtchen…

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…mit einem römischen Bauwerk auf einem der umgebenden Hügel…

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…also nicht direkt einem römischen…
…vielmehr wollte sich hier ein Bürger der Stadt ein unvergleichliches Bauwerk errichten, verlor jedoch in der Depression der 30er Jahre sein Vermögen und so hat die Stadt ein Wahrzeichen, für das sie nichts investieren musste. Über Geschmack lässt sich allerdings auch in diesem Fall trefflich streiten.

Die eigentliche Attraktion, jedenfalls für Frank, ist eine Andere.

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Führung und Verkostung führten zum Erwerb von Abfüllungen, die man nicht außerhalb der Destillerie erwerben kann. Ansonsten ist der Whisky in GB wegen der Steuern deutlich teurer als bei uns.

Jedenfalls lässt sich so der Abend mit nettem Ausblick genießen.

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Jetzt sitzen wir schon in Stranraer, das wir nach einer netten aber vergleichbar sehr unspektakulären Fahrt erreichten.

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Spektakulär ist allerdings heute das Wetter. Kochen und Essen im Freien, bei 18°, das geht mittlerweile schon mit kurzen Ärmeln (bzw. aufgekrempelten)

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Morgen geht´s auf die Fähre nach Belfast.

Belfast, 31.08. und 01.09.

Tja, jetzt sind wir schon in Belfast, wo wir doch eigentlich noch einen Tag am Loch Lemond verbringen wollten. Wie wir aber schon im letzten Beitrag anmerkten, war es dort schlicht zu voll. Deshalb sind wir gleich nach Stranraer weitergefahren und dann mit der Fähre von Cairnryan nach Belfast.

Ein letzter Blick auf Schottland….

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…und 2 Stunden später konnten wir schon die nordirische Küste bewundern.

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Nach einer ruhigen Überfahrt kamen wir dann in Belfast an und, ihr werdet es kaum glauben, wir hatten über 20° C. Das erste mal seit wir Holland verlassen hatten. Uns war es schon fast zu warm.

Für die Stadtbesichtigung hatten wir uns in einem Hotel eingemietet, direkt am Fluß. Hier der Blick aus dem Fenster.

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Frühstück hatten wir nicht mitgebucht, da direkt bei unserem Hotel St. Georges Market ist, wo es am Wochenende den Weekendmarket gibt, auf dem man perfekt frühstücken kann. Schon die Markthalle sieht klasse aus und ist die letzte viktorianische Markthalle Belfasts.

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Von da aus sind es nur ein paar hundert Meter in die Innenstadt von Belfast, Irlands zweitgrößter Stadt (rd. 340.000 Einwohner) und zum Zeitpunkt der Trennung (in den 20er Jahren des 20.Jh.) das industrielle Zentrum Irlands.

Das Rathaus ist der Hammer und, was wir toll fanden, die Grünflächen innerhalb der Umzäunung werden genutzt.

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Hier noch ein paar Eindrücke…

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…mit Albert Memorial Clock Tower (heißt hier in Belfast Schiefer Turm, wie man sehen kann)…

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…bevor wir dann zum Titanic Museum rausgingen

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Die Titanic wurde, bevor sie 1912 unterging, in Belfast gebaut. Ist hier ein Riesen Happening mit allem Drum und Dran.

Wir ließen unseren ersten Tag dann in einem Pub ausklingen, natürlich im Cathedral Quarter, dem Amüsierviertel der Stadt. Hier sind die Pubs, Bars und Restaurants alle gestopft voll, war gar nicht so einfach irgendwo einen Platz zu bekommen. Überall Live Music und überall feiernde Iren.

Unseren zweiten Tag in Belfast begannen wir (nach dem Frühstück) mit einer Black Taxi Tour. Diese Tour brachte uns an die Brennpunkte der Troubles. Unsere Erwartung war, Brennpunkte der Geschichte zu sehen. Was wir zwar theoretisch wußten, aber in der Realität so doch nicht erwartet hatten, waren die Auswirkungen, die auch heute noch spürbar sind.

Bemalte Wände zu Anfang waren noch die Folklore, mit der wir rechneten…

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…aber es gab auch schon neue Wände, mit ganz aktuellem Bezug…

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Am Sinn Fein Büro, das während der Troubles schon in der Divis Street war, hingen dann die ersten Gedenktafeln für getötete Katholiken.

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Die Divis Street war der Ausgangspunkt für die Troubles in Belfast und einer der Schwerpunkte. Von ihr und ihren Nebenstraßen handelt der bekannte U2 Titel „Where the Streets have no Name“.

Heute eine „normale“ Straße.

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Hier fahren auch wieder Busse, was während der Troubles nicht so war, da diese ständig in Brand gesetzt und als Straßensperren gegen die Polizei und die britische Armee eingesetzt wurden. Damals behalf man sich mit dem Ankauf von alten „London Taxis“ die man als Bus-Taxis einsetzte. Die gibt es übrigens heute auch noch.

Im Rahmen der Tour besuchten wir auch sog. Memorial Gardens, die den Kämpfern der IRA, aber vor allem den getöteten Zivilisten gewidmet sind.

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Der Mann an der Säule ist übrigens Paddy, unser Fahrer und Guide.

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Die Memorial Gardens liegen an der sog. Peace Wall, an der man dann auch bestaunen kann, wie bis heute Gebäude geschützt werden (die Gitter über den Hinterhöfen).

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Dann ging es rüber auf die protestantische Seite. Schier unglaublich, das Tor, durch das wir fahren mussten. Es öffnet noch heute um 6.30 Uhr und schließt abends um 23.30 Uhr automatisch.P1070434.JPG

Man beachte die Sicherungsanlagen.

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Diese Realität kann unmöglich den beteiligten Politikern in London bewusst gewesen sein, als sie den Brexit propagiert haben. Wenn doch, dann ist der Brexit noch stärker menschenverachtend als wir bisher annahmen.

Hier ein Blick auf die 7 (in Worten sieben) Meter hohe Peace Wall.

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Das ist keine in Teilen als Denkmal stehen gelassene Mauer. Sie erfüllt heute noch eine Aufgabe. Kaum zu glauben, wenn man durch die quirlige Innenstadt spaziert. Die übrigens während der Troubles von einer 2,5 Meter hohen Stahlmauer umgeben war, welche man nur nach Personen- und Fahrzeugkontrolle passieren konnte.

Auch auf protestantischer Seite Wandmalereien.

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Für heute verabschieden sich zwei nachdenkliche Kläuse, die sich in den nächsten Tagen die nordirische und die irische Westküste anschauen werden.

 

 

Nordirland 02. und 03. September

Waren wir in Edinburgh noch auf den Spuren von Inspector Rebus unterwegs, folgen wir jetzt Sergeant Macduffy, was bedeutet, dass wir nach Belfast erst mal nach Carrickfergus fahren mussten. Angeschaut haben wir uns Carrickfergus Castle, das Schauplatz für einen Mord war. Sah aber sehr friedlich aus.

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Das Wetter wurde besser, die Temperaturen lagen zwischenzeitlich bei rekordverdächtigen 22°C. Wir fuhren die Causeway Coastal Route, die Küstenstrasse Nordirlands, die uns zu den Highlights der Provinz bringen sollte, dem Giant´s Causeway und den Dark Hedges.

Lasst Euch auch etwas verzaubern…

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Ein toller Bus vor toller Kulisse…

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…kann durch wahre Schönheit doch fast noch in den Schatten gestellt werden…

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…fanden jedenfalls unsere Freunde auf dem Wasser.

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Aber weiter geht´s mit dem verzaubern…

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…und dann tauchte unversehens, und für uns durchaus überraschend, Carrick a Rede auf.

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Vorgelagert eine weitere Insel, die durch eine „Rope Bridge“ mit dem Festland verbunden ist. Ihr wißt schon, die aus Game of Thrones.

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Da geht´s übrigens dreißig Meter runter.

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Von dort aus sind wir weiter Richtung Giant´s Causeway gefahren, konnten aber den Parkplatz schon nicht erreichen. Macht nix, suchen wir uns erst mal ein Wohnzimmer. War aber auch nicht so leicht wie gedacht. Gefunden haben wir einen schönen Platz, deren ältere Besitzerin uns darauf hinwies, doch abends nach halb sieben den Giant´s Causeway aufzusuchen, dann würde man sich auch die Parkgebühren von 23 Pfund sparen. Doch dann kam der Regen.

Na ja, morgen ist auch ein Tag und dann soll das Wetter besser sein…

War es dann auch tatsächlich. Erstmals sausten wir ohne Frühstück morgens los, um möglichst vor den Touristenmassen (ja ich weiß, Touris sind wir auch, aber keine Masse) da zu sein. Wir waren dann zusammen mit 4 (i.W. vier) anderen Touristen da. Es war (Achtung Wortspiel) gigantisch. Doch seht selbst…

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Unglaublich! Schöne Sonne und wir fast alleine an einem solchen Ort.

Vor 9 Uhr verließen wir Giant´s Causeway wieder in Richtung Dark Hedges, einer weltberühmten Allee (Game of Thrones usw.). Für die Durchfahrt war die Action Cam schon gerichtet, aber „Road closed“. Wir mussten laufen, unglaublich, wir sind doch auf einem Roadtrip. Na ja, ging auch…

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Noch ein Blick auf das Haus, auf das die Allee ursprünglich zuführte, Grace Hill House, das Haus der Familie Stuart (beheimatet heute einen Golf Club).

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…und jetzt endlich auf zum Frühstück und dann…

…auf nach Irland (RoI, Republic of Ireland) oder wie der gebildete Weltbürger sagt, Eire.

Nachfolgend ein paar Eindrücke der Fahrt, inclusive der kurzen Fährfahrt nach Greencastle.

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Wir fanden auch gleich den Wild Atlantic Way, dem wir in Richtung Süden folgen werden.

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Als erstes hakten wir noch den nördlichsten Punkt des irischen Festlandes ab. Logisch, nachdem wir schon am nördlichsten Punkt Europas und dem nördlichsten Punkt des britischen Festlandes waren. Ist sozusagen Klaus-Tradition.

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Gleichzeitig haben wir auch das Fílmgenre gewechselt. Hier nun aber Malin Head…

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Wir fühlten uns wieder wie in den Highlands.

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Die Strassen hatten teilweise gepflegtes dritte Welt Niveau…

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aber wir erreichten unser Ziel und haben wieder ein nettes Wohnzimmer. Diesmal in der Nähe von Portsalon in Donegal.

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Irland 04.09. bis 06.09.

Jetzt sind wir also in Donegal unterwegs, einer der zwei Counties von Ulster, die nicht zu Nordirland gehören (England hat diese zwei Counties nicht angegliedert, da sonst die Katholiken in Nordirland die Mehrheit gestellt hätten).

Traumhaft schön, viel Natur, wenig Menschen…

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…oben Doe Castle…

…immer mal wieder ein nettes Dorf…

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…und dann wieder viel Landschaft.

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Wir nähern uns unserem Ziel für heute, den Slieve League, das sind Klippen mit bis zu 601 Meter Höhe. Vorher aber (zugegeben, da wir uns verfahren hatten) ein Museumsdorf mit Namen Clencollumbkille. Der Name des Dorfes geht auf den heiligen Columba zurück, der hier im 6. Jahrhundert n. Chr. gelebt haben soll.

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Dann ging es auf die Slieve League zu, wieder auf schmalen Straßen durch fantastische Landschaft…

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…am Schluß nur noch zu Fuß. Zunächst ein kleiner Vorgeschmack…

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…und dann die Slieve League.

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Der Weg hatte sich mehr als gelohnt.

An diesem Abend kamen wir dann, da wir ja etwas orientierungslos um die Slieve League herumgegondelt waren, nur noch bis Killybegs. Für ein schönes Wohnzimmer mit guter Aussicht hat´s aber gereicht.

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Der nächste Morgen begrüßte uns irisch mit Regen, der Tag entwickelte sich aber. Als erstes ging es nach Donegal. Stellvertretend für das Städtchen ein Eindruck von Donegal Castle.

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Wie gesagt, der Tag entwickelte sich. Erst einmal nicht zum Besseren, wie man an diesem Foto der Ruine von Classiebawn Castle unschwer erkennen kann…

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…aber nur einen Kilometer weiter, bei dem megalithischen Kammergrab von Creevykeel hörte der Regen auf.

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Es ist schon ein besonderes Gefühl, in einem Bauwerk zu stehen, das älter als 5.000 Jahre ist. Wir waren beide etwas angefasst.

Abends saßen wir dann in Westport im Pub namens „The Helm“. Direkt am Hafen. Ich kann nur sagen, die frischen Atlantikmuscheln waren ein Gedicht. Fotografieren wollten wir bei besserem Licht am nächsten Morgen. Aber …Boch (Ihr wißt schon, heftig und langanhaltend, um es mit schottischem Einschlag zu sagen).

Deshalb machten wir uns auf den Weg nach Galway, ohne zu fotografieren. Der Weg führte über den Doo Lough Pass (angeblich Irlands schönste Straße) und den Hillary Harbour, Irlands einzigen Fjord. Trotz Regen ein einmaliges Erlebnis.

Aber seht selbst…

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Auf dem weiteren Weg nach Galway besuchten wir noch Kylemore Abbey.

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Wunderschön, auch wenn man sich keine Gedanken darüber machen sollte, dass zur damaligen Zeit Irland wahrlich kein reiches Land war.

Dann erreichten wir langsam Galway. Zunächst noch so…

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…und dann so.

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Daran mussten wir uns erst mal wieder gewöhnen.

 

 

Kerry, 07.09. und 08.09.

Jetzt werden nach und nach die irischen „Mega-Sehenswürdigkeiten“ abgearbeitet, sprich u.a. die Cliffs of Moher und der Ring of Kerry. Alles kurz nach Galway in Richtung Süden. Man merkt schon, dass der Verkehr dichter wird. Andererseits kann man sich auch bei ungenügender Vorbereitung darauf verlassen, dass einem keine Sehenswürdigkeit ohne weiteres entgeht, da dann immer viele Autos am Straßenrand stehen.

Auf diese Weise haben wir Dunguaire Castle entdeckt.

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Eigentlich haben wir (immerhin doch vorbereitet) die Abfahrt auf eine kleine Nebenstrasse gesucht, um in den Burren Nationalpark zu fahren, der für seine Steinformationen bekannt ist.

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Hier suchten wir nach dem Pulnabrone Dolmen, einem steinzeitlichen Grab, das zwischen 3500 und 3000 v.Chr. entstand.

So etwas hatten wir bis dahin noch nicht gesehen. Sogar das Regenwetter passte zur besonderen Stimmung die hier herrschte. Vielleicht könnt ihr das anhand der Bilder ein wenig nachvollziehen.

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Danach ging es trotz Regen mit einem Hochgefühl weiter. Als kurz darauf auch noch das Wetter besser wurde, erreichten wir die Cliffs of Moher. Schon 10 km vorher warnte ein Schild mit Laufschrift „Cliffs are busy today, expect delays“. Ging aber.

Als Vorgeschmack ein Bild von „The Stack“….

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…das ist der kleine Fels, vorne links.

Dann die Cliffs, mehr als 200 m hoch.

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Wir haben nach Papageientauchern gesucht, aber leider keine gesehen. Die anderen Arten, außer den Möwen, konnten wir nicht identifizieren, da wir beide in Ornithologie unsere Lücke an der Schule genommen hatten. Na ja…..

Dafür ging es dann schön weiter Richtung Killarney, das der Ausgangspunkt für Fahrten auf die Dingle Halbinsel, den Ring of Kerry und den Ring of Beara ist.

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…inkl. einer kleinen Fährfahrt…

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…und interessenten Wolken

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Killarney empfing uns mit einem Stau und sehr touristisch. Dies bereits seit Zeiten von  Königin Victoria (Anfang 20. Jh.). Es liegt in einem Naturpark, wie Ihr an den Bildern mit den Bergen und Wolken erkennen konntet.

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Unser Wohnzimmer deshalb auch nicht mit Meerblick, sondern mit Bergpanorama.

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Ist aber auch sehr schön.

Am nächsten (Samstag) Morgen dann Regen. War auch für den gesamten Tag angesagt und kam auch fast den ganzen Tag ohne Unterbrechung runter. Nützte aber nichts, wir wollten heute den Ring of Kerry fahren und das taten wir dann auch.

Nachfolgend ein paar Eindrücke von den Teilen, die wir auch selber sahen. Leider waren die Wolken sehr niedrig und die Strassen teilweise zu hoch, so dass wir im Nebel unterwegs waren. Trotzdem war es toll, wie Ihr gleich sehen könnt.

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Oben seht Ihr den sog. Ladies View, den Blick auf den oberen See des Nationalparks. Bei guten Wetter sicher ein Hammer. Aber leider hatten wir kein gutes Wetter…

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Die Natur wurde auch öfters durch nette Orte unterbrochen.

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Auf einer ähnlichen Brücke…

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…hat uns, während wir bereits auf der Brücke waren und normalerweise die entgegen-kommenden dann warten müssen, in voller Fahrt ein ostfriesisches Wohnmobil den Außenspiegel abgefahren. Ungebremst, während wir schon fast standen. Nachdem Andrea bereis die Teile auf der Strasse zusammengesammelt hatte, kam der Fahrer dann doch noch zurück und stellte als erstes fest, dass man die Schuldfrage wohl nicht mehr klären könne…. Na ja, zum Glück ist nicht wirklich etwas Ernsthaftes passiert und dass wir bereits auf der Brücke waren als er ranrauschte, wer will das im Nachhinein beweisen. Ärgerlich, aber verschmerzbar. Trotzdem war unsere Stimmung danach ein wenig getrübt.

Die Landschaft konnte uns zwar immer wieder auf andere Gedanken bringen….

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…aber jedesmal wenn wir aus den Parkbuchten rausfahren wollten, musste Andrea jetzt den Rückspiegel ersetzen und aus dem Fenster nach hinten schauen.

Vollends auf andere Gedanken kamen wir dann bei den Cliffs of Kerry. Atemberaubend…

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…auch weil ein echtes Windchen wehte (man könnte auch Störmsche sagen). Hier der Beweis…

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Nach Valentia Island fuhren wir noch über die neue Brücke, runter ging es dann mit der bis dahin kleinsten Fähre, bei stürmischsten Bedingungen.

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Im nächsten Ort dann…

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…aber wir hatten es ja überlebt.

Immer wieder nette Ortschaften…

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und dazwischen…

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…dem ist jetzt nichts mehr hinzuzufügen.

 

 

 

Irland von Ost nach West 09.09.

Noch ein letzter Blick auf den Killarney Nationalpark…

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…diesmal mit ein wenig Sonne, dann neigt sich unsere Zeit in Irland dem Ende zu. Auch dem Wetter geschuldet, verzichten wir auf eine Befahrung des Ring of Beara. Gesehen hätten wir wahrscheinlich genauso wenig wie auf dem Ring of Kerry, auch wenn das Bild oben etwas Sonne zeigt. War nur ein Wolkenloch.

Es geht quer durch´s Land nach Rosslare, dem Fährhafen, wo wir nach Wales und England einschiffen wollen. Die Fahrt durch Irland war unspektakulär aber schön, wie man sehen kann.

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Mitten im Land besuchten wir noch den Rock of Cashel. War noch mal ein echtes Highlight in Irland.

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Nein, nein, nicht gemalt, sondern „in echt“ fotografiert.

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Wir waren auch drinnen.

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Bis in die 1960´er Jahre wurden hier noch Leute beigesetzt. Im Mittelalter und etwas früher wurden in dieser Burg die irischen Könige (bzw. Hochkönige) gekrönt. Allerdings ohne großen Pomp.

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In Rosslare fand an diesem Abend der Abschluss des irischen Cannonball Rennens statt. Die ganze Innenstadt war gesperrt, so dass wir unseren geplanten Übernachtungsplatz kaum erreichen konnten. Über eine Stunde sind wir durch die Stadt geirrt, ehe wir einen Weg auf die Brücke ans andere Ufer fanden. Dafür war der Ausblick (immerhin unser letztes Wohnzimmer in Irland) ganz nett. Nicht so spektakulär wie wir es schon hatten, aber dafür heimelig. Schöner Abschluss.

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