Wir hatten genug von dieser Küstengegend und wollten zurück in die Berge. Die Cordillera Blanca, eine beeindruckende Bergkette, war das Ziel. Dazu suchten wir uns auf der Karte eine schöne Strecke aus. Als wir gerade von der Hauptstraße abgebogen waren, kamen wir in eine Polizeikontrolle.
Als wir den Polizisten auf Nachfrage sagten, dass wir in Richtung Huaraz unterwegs waren, stießen wir auf etwas Verwunderung. Sie diskutierten untereinander, ob dies möglich sei und ein Polizist erwähnte den Canon del Pato. Dann sagten uns die Polizisten aber, das sei möglich und nickten mit dem Kopp. Anschließend mussten wir noch das Auto noch kurz von Innen zeigen, dann durften wir weiter.
Vom Canon del Pato, also der Entenschlucht, hatten wir schon mal bei der Recherche zu dieser Reise gehört, wussten aber momentan nicht mehr genau, was uns erwartet. Hierzu ein kleiner Auszug aus dem Reiseführer, den wir im Anschluss gelesen haben:
Der Canon del Pato trennt die Cordillera Negra von der Cordillera Blanca. Durch die Schlucht führt eine extrem enge einspurige Schotterpiste mit 38 Tunneln. Sie wird natürlich in beide Richtungen befahren. Die Schlucht fasziniert mit einer spektakulären Felslandschaft, viel Nervenkitzel und Adrenalinkicks. Wir können das bestätigen und hatten eigentlich diese Straße nicht auf dem Plan.
„An der engsten Stelle kommen die mächtigen, über 2000 m tiefen Ausläufer der Andengebirgsketten bis auf 15 m zusammen. Unten, wo sich der Rio Santa seinen Weg durch die Gebirgsketten gebahnt hat, sind es gerade noch 6 m, die die schneebedeckte Cordillera Blanca von der Cordillera Negra trennt.“
Zunächst ging es harmlos los, mit einer Schlaglochpiste, die noch geteert war, schon mit Blick auf die Berge.

Und dann ging es los…









Das Ganze mit Gegenverkehr, auch LKW und Busse, abgebrochenen Straßenteilen, Rückwärtsfahren im unbeleuchteten langen Tunnel. Am Schluss waren wir trotz aller Faszination froh, dass es überstanden war. Hier noch mal ein Blick zurück.

Wir waren vom Meer wieder auf über 3000 m hochgefahren. Dementsprechend atemlos sahen wir uns um. Eine wunderschöne Bergwelt umgab uns. Die Luft war wieder rein sozusagen. Der Ausblick von unserem Schlafplatz sagt alles.

Hier wollten wir eigentlich weiter entlang der Cordillera Blanca durch die Anden bis Cusco fahren.


Nach der Aktion mit dem Canon del Pato recherchierten wir allerdings etwas genauer unsere gewählte Strecke und stellten fest, dass die Straße wohl ab einem bestimmten Punkt heftige Piste mit vielen Baustellen ist. Ein Eintrag auf iOverlander spricht davon, für 150 km acht Stunden benötigt zu haben. Als dann der Wetterbericht auch noch Regen ansagt, war klar, dass wir diese Strecke nicht nehmen würden.
Also haben wir umgeplant und fahren wieder an die Küste, durch Lima und in Richtung Nazca, um uns die Nazca Linien anzuschauen. Übernachten wollten wir in einer Eco Lodge direkt am Pazifik.

Der angesagte Regen erwischte uns dann glücklicherweise nicht auf einer schmierigen Piste, sondern auf einer halbwegs guten Straße.


Danach kämpften wir uns durch den Verkehr von Lima. Dabei stellten wir wieder fest, dass Peruaner absolut rücksichtslose Autofahrer sind.

Kurz nach Lima bekam der Sprinter die absolut notwendige Reinigung.

Im Anschluss ging’s weiter Richtung Pazifik, zum schlafen und für eine romantische Büchse Bier auf der Klippe.



Am nächsten Morgen weiter durch die Wüste und Oasen Richtung Nazca. Hier sah es auch an der Küste nicht mehr aus wie in Trujillo.



Dann waren wir da! Die Nazca Linien werden ja oft mit dem Flugzeug erkundet. Dabei kommt es aber auch immer wieder zu Unfällen und für uns war es nicht möglich, die seriösen Anbieter zu identifizieren. Deshalb haben wir uns auf die Besuche bei den zwei Aussichtspunkten beschränkt. Bei immerhin 41°C auch nicht ganz ohne.
Drei Figuren und die geraden Linien konnten wir so sehen.




So, jetzt auch die Auflösung zu dem merkwürdigen Titel dieses Beitrages. Jetzt fuhren wir nämlich wieder in die Berge, Richtung Cusco. Der Name der Stadt bedeutet in einer indigenen Sprache nämlich Nabel der Welt.
Cusco liegt auf ca. 3800 m, was für uns einen Aufstieg um 3800 m durch eine absolut faszinierende Bergwelt darstellte.
Was das für eine Chipstüte bedeutet, zeigt dieses Bild:

Nun lasst Euch mitnehmen auf die Fahrt zum Nabel der Welt und genießt mit uns.



Übernachtet haben wir auf rd. 4000 m Höhe bei einer Rangerstation im Nationalpark Pampas Galeras.




Unterwegs trifft man auch immer mal auf umgestürzte oder abgerutschte LKW und Busse. Hier mal ein Bild dazu, da es keine Verletzten gab.










So, und wer bis hierhin durchgehalten hat, bekommt zum Abschluss ein Küsschen.





































































































































































































































































































































































































































