Bonjour Tristesse, bzw. Moin, postsozialistische Einöde. Das war der erste Eindruck nach der Grenze. Wir haben uns beide gefragt, ob wir das was wir sahen wirklich wollten.


Aber es entwickelte sich und nach einiger Zeit waren wir überrascht, dass uns Armenien fast besser gefallen hat als Georgien.
Aber der Reihe nach. Wir fangen an mit der eigentlichen Begrüßung.

Die fand statt zu Beginn einer Fahrt durch ein herrliches Bergtal.



Auf einem der Berge hat Martin ein cooles Overlander Camp geschaffen.

Das zweite Bild auf seinem Wohncontainer (verdeckt durch die Blätter) war John Lennon. Es war alles da, was man benötigt, inklusive zweier Restaurants fußläufig im Dorf. Bereits auf dem Platz waren Nelly und Uwe aus D, auf Ihrer ersten Reise nachdem Nelly vor zwei Jahren einen Blitzschlag überlebte. Wir testeten eins der Restaurants und hatten einen schönen Abend, bevor wir uns am nächsten Morgen das Kloster Hagpath ansahen, das wir zu Fuß erreichen konnten.






Armenien war das erste vollständig christliche Land. Das Kloster Hagpath wurde im Jahr 976 gegründet und strahlt eine gewisse Würde aus, obwohl es schon seit sowjetischen Zeiten nicht mehr genutzt wurde.
Von Hagpath aus fuhren wir weiter durch die faszinierende Bergwelt Armeniens. Meistenteils auf relativ guten Straßen, aber auch auf Pisten und schlaglöcherübersäten „Reststraßen“.

Die Städte sahen eher ärmlich aus, die Geschäfte (auch die Räume) wirkten aber moderner als in Georgien.

Die Tunnel eher nicht. (Man beachte den Lüftungs-Schornstein)

Immer wieder Klöster und Kirchen.


Als wir den Sewan See erreichten, entschlossen wir uns, doch lieber in den Bergen zu übernachten, da die möglichen Plätze am See arg mit Plastikmüll verziert waren.

An dem von uns angepeilten Platz windete es jedoch so stark, dass wir uns nach einer Alternative umsahen.

Wir landeten an einem Platz, auf dem bereits eine Gruppe Deutscher und Holländer standen, die gerade aus China zurückkamen. Das wurde ein interessanter Abend, vor allem, da wir noch das Menü des anhängenden Restaurants bestellen konnten und hervorragend armenisch aßen.

Das reisen durch die faszinierende Bergwelt Armeniens mit den heruntergekommen Städten und schönen Dörfern machte einen Riesenspass.


Wir hatten sogar das Glück, den heiligen Berg der Armenier, den Ararat (liegt heute auf türkischem Staatsgebiet), zu sehen.

Und dann erreichten wir den 3gs Campingplatz. Ein Treffpunkt für Reisende, die nach Zentralasien oder in den Iran reisen. Sandra, die Besitzerin, hat hier ein echtes kleines Paradies geschaffen, mit einem Standard, der auch in Westeuropa seines Gleichen sucht.
Auch hier trafen wir wieder Menschen, die aus allen Richtungen in alle Richtungen fuhren. Wir trafen auch Menschen, die wir schon an anderen Plätzen auf unserer Reise getroffen hatten.



Nach unserem „Abschiedsessen“ (nach fast zwei Tagen Bekanntschaft) umfuhren wir noch Yerevan und das dortige Verkehrschaos und nahmen kurz hintereinander die Grenzen Armenien/Georgien und Georgien/Türkiye in Angriff. Von Armenien nach Georgien hat es leider etwas länger gedauert, da Frank unbedingt noch ohne echte Not die Drohne erwähnt hat. Aber auch das haben wir noch hinbekommen und waren dann flugs auch in der Türkei.
Sehr schön und Abwechslungsreich der blog, wenn beide schreiben😊
genießt die Zeit und bleibt gesund✌️
Michi
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es war uns eine riesengroße freude, euch getroffen und vor allem WIEDER getroffen zu haben… es war eine ganz wundervolle zeit mit euch ! weiterhin alles gute für euch und viele tolle abenteuer auf euren reisen wünschen kerstin & mario ( aka. prinzessin lillifee und ihr chauffeur 🤣)
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Ihr Lieben, uns ging es genauso. Allerdings haben wir das mit dem Chauffeur als Chaffeur verstanden und so heißt das bei uns jetzt. Auch Euch eine tolle Zeit und wir sehen uns bestimmt wieder…
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