Nach diesem Höhepunkt war irgendwie die Luft raus. Wir wollten zwar eigentlich noch nach Fethiye, unserem Urlaubsort aus den 2000er Jahren, fahren und uns die Veränderung anschauen, aber das wäre ein Umweg von 4 Tagen gewesen. Vielleicht sogar eine Enttäuschung.
Wir entschieden uns Schluss zu machen und den Heimweg über Griechenland anzutreten. Auch das waren noch mindestens 4 Tage, denn wir wollten nicht mehr hetzen, wie auf unserer Rückreise von Kreta.
Zunächst ging es weiter durch schöne türkische Landschaft. Das Marmarameer kam in Sicht und mit ihm auch eine erster Blick auf die Brücke über die Dardanellen (Cannakale 1915 Köprüsü).



Noch eine letzte Kleinstadt auf der asiatischen Seite und dann über die Brücke zurück nach Europa.


Kurz vor der Grenze sind wir in den kleinen Ort Ipsala gefahren, um eine Postfiliale zu finden. Dort haben wir dann unser HGS Guthaben (Straßenmaut der Türkei) geprüft, damit wir an der Grenze keine Schwierigkeiten haben.
Am Ortsausgang dann der Wegweiser nach Griechenland.

Wieder was gelernt.
Der Grenzübergang war schnell und problemlos. Wir waren wieder in der EU. Für uns ging es nun nach Alexandroupolis auf einen Campingplatz um Tzatziki am Mittelmeerstrand zu genießen.

Hier kein Foto vom Tzatziki, sondern vom Ausblick.

Für den nächsten Stop hatten wir uns etwas Besonderes ausgesucht. Ein Weingut in Nordmazedonien. Der Weg von der Autobahn dorthin war schon etwas kompliziert und führte auf einer sehr schmalen Straße um einen See.

Es hat sich aber gelohnt.



Allerdings war das 5-Gang Degustationsmenü nicht ganz das, was wir erwartet hatten. Es waren nämlich 5 Gänge gute Hausmannskost in ungewohnter Abfolge aber mit großen Portionen. Dafür war der Wein aber unerwartet gut. Wir durften dann auch auf dem Parkplatz übernachten (eine Weiterfahrt wäre auch nicht möglich gewesen) und erfuhren dann, wie Autobahnauffahrten in Nordmazedonien aussehen. Keine Feldwege, aber auch keine wirklichen Straßen.

Nächster Halt war in Kroatien auf dem Campingplatz eines Hotels/Pferdehof/Eventhalle/Sportanlage. Es war sozusagen alles dabei. Glücklicherweise fanden wir in dem zugehörigen kleinen Ort noch einen Lebensmittelladen in dem wir unsere Landebiervorräte auffüllen konnten. Abends gab es, natürlich, eine kleine Balkanplatte im Restaurant und morgens das kleine Camperfrühstück.

In den letzten 4 Tagen unserer Reise schafften wir es so locker, ungefähr so viele Kalorien zu vertilgen wie in den 4 1/2 Wochen zuvor. Vor allem, da der letzte Stop dann in Österreich stattfand. Direkt an der deutschen Grenze, um den deutschen Kontrollen auf der Autobahn zu entgehen.
Das war aber auch noch mal ein schöner Abend in Schärding, den wir mit Max (> 70) einem Fahrradfahrer, der gerade aus Leipzig auf dem Weg zum Wolfgangsee war. Da er schon durch den nahen Osten und Zentralasien mit dem Fahrrad unterwegs war, gab es wieder viele Geschichten zum Austausch.
Am nächsten Morgen ging es dann über den Inn nach Deutschland.

Ab der deutschen Grenze hatten wir dann auf den letzten 450 km mit 5 Staus mehr Staus als auf den 11.000 km vorher. Willkommen zu Hause.
Zum Abschluss unser Track zum nachschauen.

Es war eine wunderbare Reise durch sehr unterschiedliche Länder und Landschaften. Wie immer mit vielen netten Menschen, tollen Begegnungen mit anderen Reisenden, gutem Essen und der einen oder anderen Strecke, die anspruchsvoll war. Spätestens wenn wir unsere Reise in das Morgenland (Iran, Oman, Saudi Arabien) machen, werden wir einige Orte wiedersehen. Wir freuen uns jetzt schon darauf.