Auf der Ruta 3 sind es 3079 Kilometer nach Buenos Aires, wie man dem Schild im Nationalpark entnehmen konnte. Meist führt die Strecke am Atlantik entlang. Nochmals mussten wir über die Grenze nach Chile und dann wieder nach Argentinien.

Dabei sind wir doch glatt einmal am chilenischen Grenzposten vorbeigefahren. Sah aus wie eine aufgegebene Mautstation. Ein Blick auf die Karte zeigte uns dann aber… Mist, wir müssen zurück.
Die Grenzer erwarteten uns schon grinsend. Zum Glück waren alle gut drauf und nach insgesamt (für beide Grenzübergänge) einer Stunde waren wir dann in Argentinien, das wir erst wieder in Richtung Uruguay verlassen werden.
In Patagonien, wir hatten es glaube ich schon einmal erwähnt, sind die Distanzen einfach riesig. Auf der Ruta 3, die asphaltiert ist, ging es zwar zügig voran, aber geradeaus mussten wir meistens eine Kurve lenken. Es gibt ein Verkehrsschild, dass die Situation gut beschreibt.

Übernachtet haben wir wieder in Pescazaike, dem Platz mit dem Stinktier, bevor es in den Nationalpark Monte Leon ging. Hier wollten wir Seelöwen, vor allem aber eine Pinguinera besuchen. Es ging über eine eindrucksvolle Piste direkt an die Küste. Zuerst noch mit dem Auto und dann zu Fuß.



Dann waren wir bei den Pinguinen. Die kleinen erkannte man an den letzten Federn, die sie noch trugen.

Wir kamen den Nestern wirklich sehr nahe.




Es war ein tolles Schauspiel, das sich uns bot. Pinguine, die aus dem Meer kamen, Pinguine, die zu ihren Nestern watschelten, Pinguine, die in ihren Nestern lagen und alles super nahe.
Auf einem Felsen in der Nähe waren die Seelöwen.

Übernachtet haben wir dann im Nationalpark mit diesem Ausblick.

Am nächsten Morgen ging es weiter durch Patagonien.


Unser nächster Übernachtungsplatz. Als die Flut kam, verschwanden die Riffs unter Wasser.


Und am nächsten Morgen sah es dann so aus.

Die Städte wurden langsam etwas größer, man kann erahnen woran das liegt. Ab es gab noch nicht viele von ihnen.

Auf einmal…

Nichts wie rausgefahren und das Schauspiel genießen. Es waren tatsächlich Wale auf ihrer Wanderung.

Zwar nicht wirklich nah, aber gut zu sehen. Wahnsinn…

Es ging weiter in den Norden, die Temperaturen stiegen auf 20° und mehr. Das Wetter war für mehrere Tage gut, bis wir die Halbinsel Valdez erreichten, die unser letztes großes Naturhighlight werden sollte.
An diesem Tag Regen, starker Wind und nur noch 5°. Mist! Im Visitorcenter haben sie uns gleich gesagt, dass an den meisten guten Tierbeobachtungsplätzen bei diesem Wetter nichts geht. Gut, das ersparte uns 140 Kilometer Pisten, aber andererseits beraubte es uns auch der Möglichkeit Orcas zu sehen. Als uns die Rangerin aber auch noch sagte, dass dies im April eh unwahrscheinlich sei, waren wir wieder guter Dinge. Immerhin konnten wir Puerto Pyramides und die dortige Seelöwenkolonie besuchen, die sehr viele Jungtiere beheimatet.





Der Blick auf den kleinen Ort, mit Fußballplatz.

Am nächsten Tag war das Wetter wieder besser und es ging weiter auf der Ruta 3, durch eine immer gleiche Landschaft. Man könnte meinen, das wäre öde. Tatsächlich ist die Weite der Landschaft aber faszinierend.

Es gibt auch Unterbrechungen.


Hier mal wieder ein besonders schöner Übernachtungsplatz an einem See.


Zwischendrin sah die Straße auch immer mal wieder so aus. Zusammen mit enormen Seitenwind war das kein Vergnügen.

Unsere Nachbarn an einem weiteren schönen Übernachtungsplatz. Was aber am Tag ein lässiger Platz schien, entwickelte sich nachts zur Partymeile. Party wurde in den Autos gefeiert, die versuchten, den jeweiligen Nachbarn mit ihrer Musik zu übertönen. War nicht schön und endete erst gegen halb drei.

Übernächtigt ging es dann am nächsten Morgen zur Grenze nach Uruguay. Einer Grenze, die ganz anders war als die anderen, die wir bisher überquert haben. Keine Migration der Argentinier und der Zoll kam ans Auto um das TIP (temporäre Einfuhrbescheinigung für das Auto) abzuholen. Erst wollten wir dem Typ das gar nicht geben und danach waren wir irgendwie verunsichert. Nachfragen, die uns dann beruhigten, dauerten, so dass wir über eine Stunde für diesen Grenzübertritt brauchten. Aber dann waren wir im letzten Land unserer Südamerikareise.


