Eigentlich hätte der Titel Cusco und Machu Picchu heißen sollen. Leider ist es uns aber nicht gelungen, Karten für Machu Picchu mit einem der guten Rundgänge zu erhalten. Dies liegt zum Einen an einem leichten Rückstau der Besucher nach dem Streik hier in Cusco, zum Anderen daran, dass nur die Rundgänge 1 und 2 auch fast alle Sehenswürdigkeiten abdecken. Da wir nicht, wie die meisten anderen Panamericana-Reisenden, ein oder zwei Jahre dafür Zeit haben, konnten wir auch nicht zwei Wochen warten, bis wieder Plätze frei sind. Na gut, nachdem alles Abklappern der Agenturen in Cusco nichts gebracht hat, haben wir jetzt einen Grund nochmal hierher zu kommen. Cusco lohnt sich.
Aber noch ein klein wenig der Reihe nach. Von unserem letzten Schlafplatz vor Cusco ging es nämlich durch ein wunderbares Flusstal abwärts. Von über 4000 m Höhe auf nur noch rd. 3800 m.


Auf einmal fuhren wir sogar im Karnevalszug eines Bergdorfes mit. Ob die was mit unseren Helau Rufen anfangen konnten, haben wir allerdings nicht erfahren.


Die Einfahrt nach Cusco verlief eigentlich entspannt, bis wir durch die Altstadt mussten. Auf einmal standen wir vor einer kleinen Gasse, die fürchterlich steil nach unten ging. Auf dem Bild kommt das leider nicht ganz raus, aber im Auto fühlte es sich fast wie freier Fall an. Man erkennt es ein wenig daran, dass die Fußgängerwege Treppen sind.

Unseren Schlafplatz in Cusco wählten wir vor einem Hotel, nur 500 m von der historischen Altstadt entfernt, zwischen einem Brasilianer (im Sprinter) und einem jungen Pärchen aus Argentinien im kleinen Ford. Gefrühstückt haben die beiden mit Campingmöbeln auf dem Gehweg.
Der Brasilianer hat uns dann erst mal alle Annehmlichkeiten des Platzes erklärt, die da wären: Der Wasseranschluss an der Tankstelle nebenan und der lose Gullydeckel, in den man seine Toilette entleeren kann. Na immerhin.

So, und jetzt ein paar Bilder von Cusco, der bis dahin schönsten Stadt auf dieser Reise, die wir besucht haben.









In Cusco nahmen wir dann auch unseren ersten Pisco Sour, das peruanische Nationalgetränk, zusammen mit Choclo con Queso, ebenfalls einer Spezialität dieser Gegend, zu uns.

Auch andere Spezialitäten, wie Lomo Saltado, Trucha frita oder Alpaka Steak gönnten wir uns in den zahllosen guten Restaurants. Alles in allem ein schöner Aufenthalt in Cusco, wenn auch manchmal anstrengend bei 3800 m Höhe.
Wenn man sich Videos anschaut, oder in Reiseführern liest, kommt man manchmal auf echt blöde Gedanken (vor allem Frank ist davor nicht gefeit).
Nur rund 100 km nach Cusco gibt es den Rainbow Mountain. Ein Bergrücken, der in sieben Farben glänzt. Da wollten wir hin. Wir hatten zwar schon Schwierigkeiten kurze Strecken bei 3800 m zu laufen, aber ein zweistündiger Marsch von 4400 m auf über 5000 m, das wollten wir wenigstens probieren.
Der erste Versuch dem Berg überhaupt näher zu kommen, scheiterte bereits im Ansatz an unserer Navigation, da wir schlicht nicht weiterfahren konnten wegen einer zu engen Straße.

Die Brücke auf der wir standen war auch zu eng am Ende. Die Wendeaktion auf der Kreuzung mit engen Gassen war angstschweißtreibend.
Als wir dann den zweiten Versuch über eine andere Straße starteten, fing es auch noch an zu regnen. Wir waren auf ca. 4000 m schon fast in den Wolken. Die Piste wurde schmierig. Die perfekte Ausrede. Berg in Wolken, Straßen- bzw. Pistenverhältnisse immer schwieriger…. Mist, wir hätten es ja gemacht :-).



Für uns ging’s stattdessen im Regen weiter Richtung Titicaca See und damit zur bolivianischen Grenze.



Manchmal mussten wir auch heute die Straße teilen.


Dann erreichten wir den Titicaca See auf der peruanischen Seite. Von unserer „Übernachtungstankstelle“ ein Blick auf Puno, der größten Stadt am See. Dort abends durchzufahren war keine Freude. Am Morgen bot sie aber einen erfreulichen Anblick.

Der Titicaca See, auf 3820 m, bietet faszinierende Landschaften und ebensolche Wolkenbilder. Er ist 15 mal so groß wie der Bodensee, fast so groß wie Korsika und das höchste schiffbare Gewässer der Welt.

Nur, die meisten Ortschaften sind nicht wirklich schön.

Aber auch hier….


Schließlich erreichten wir die Grenze. Auf der peruanischen Seite Migracion und Zoll, war in 30 Minuten erledigt….

…und dann auf der bolivianischen Seite…

… Karneval.
Die Zollbeamtin hatte ihr Baby in einem Tuch auf dem Rücken und alles lief echt gechillt ab. Nach weiteren 30 Minuten waren wir in Bolivien.
