Albanien, der Süden

Erste Station im Süden von Albanien war Berat, die Stadt der tausend Fenster.

Ausgestattet auch mit einer kurzen Tourimeile.

Allerdings müssen sie dort noch an den Begrifflichkeiten arbeiten, da unser Cappuccino in der kalten Version ankam, während der daraufhin bestellte Espresso von guter Qualität war.

Bei einer unserer Espressopausen (mit der Handpresso) in den Bergen Albaniens, hatten wir dann eine Begegnung mit Sonja aus der Schweiz. Seit Juni unterwegs mit dem Fahrrad über die Alpen und den Balkan, mittlerweile in Albanien angekommen.

Alas sie an uns vorbeifuhr (bergauf), fragte Frank sie, ob sie auch Lust auf einen Espresso hätte. Nach kurzem Zögern fand sie die Idee ansprechend. Als sie dann noch Andrea im Bus bemerkte, war sie völlig entspannt.

Durch beeindruckende Landschaften ging es für uns weiter, Richtung Gjirokaster.

Gjirokaster, eine kleine Stadt im Süden, ist wichtiges kulturelles Zentrum. Sie wird auch die Stadt der Steine, oder die Stadt der tausend Stufen genannt.

Um den alten Basar entwickelt sich auch der Tourismus.

Eigentlich hatten wir ja extra den Offroad-Atlas für Albanien mitgenommen. Obwohl wir daraus keine Strecke gefahren sind, sind wir überraschend oft offroad unterwegs gewesen. Pisten gab es aber immer halbwegs gute, hier ein Beispiel.

Um auf die Eingangsbemerkung zu unserem Albanienbericht zurückzukommen, können wir nur jedem, der noch nicht dort war empfehlen, diese Lücke im Lebenslauf zu schließen. Albanien hat viele nette und gastfreundliche Bewohner, beeindruckende Landschaften, liebenswerte kleine Städte, tolles Essen und alles was man für einen entspannten Urlaub sonst noch braucht.

Zum Abschluss unseres Albanien-Berichts ein Naturschauspiel, wie wir es so beeindruckend noch nicht gesehen haben. Das Blue-Eye, eine Karstquelle, die das Wasser aus weit mehr als 50m Tiefe hervorpresst. Genießt einfach die Farben. Wir haben lange ins Wasser geschaut, hatte etwas Magisches.

Albanien, der Norden

Albanien? Was macht man denn da…., war eine häufige Reaktion, wenn wir eines der Reiseziele unserer Balkantour nannten. Nun, Albanien ist derzeit voll im Trend, ein Land in der Entwicklung, aber noch mit viel Ursprünglichkeit und beeindruckender Natur. Natürlich auch voll mit netten Menschen.

Der Grenzübergang war völlig lässig, obwohl wir ja jetzt die EU verlassen hatten. Kurz Pass und Covid-Zertifikat vorgezeigt und wir waren drinnen. Kurz nach der Grenze dann die erste Mauer…

…eine Stadtmauer, die auch den Berg hinauf ging. Unser Ziel für den ersten Tag in Albanien, da wir auch nicht einschätzen konnten wie lange das mit dem Grenzübertritt dauert, war ein Platz am Shkodra See. Die Anfahrt über die Berge war eindrucksvoll.

In der Beschreibung auf iOverlander einer der Plätze, der die meisten westeuropäischen Plätze in den Schatten stellt. Hier mal der Blick abends und morgens.

Dazu gab es noch ein Restaurant mit guter albanischer Küche. Ziemlich perfekt für den Anfang in einem uns unbekannten Land.

Die Stadt Shkodra war erwartet chaotisch im Verkehr, als wir aber dann etwas außerhalb des Stadtzentrums einen Parkplatz gefunden hatten (nicht ohne halsbrecherische Tour durch ziemlich enge Gassen), konnten wir zu Fuß in das Zentrum zurück. Mussten wir auch, da wir noch Geld brauchten, albanische Lek.

Nachdem wir das erledigt hatten, bewegten wir uns in Richtung Komani Lake, einem Stausee außerhalb der normalen Touristenrouten. Bis dahin stand noch eine Übernachtung an und in den einschlägigen Internetforen wurde dafür Agora Farmhouse empfohlen. Das liegt mitten im Nirgendwo an einer „Straße“.

Aber einem wunderschönen kleinen See.

Am nächsten Morgen, nach einer Fahrt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 30 km/h, hatten wir ein echtes Erlebnis. Zum Abschluss der unsäglich schlechten Straße, ein frisch renovierter Tunnel und am anderen Ende sofort die Anlegestelle. Totales Chaos, überall Menschen und Autos und mittendrin auch noch ein Reisebus, der wenden musste.

Nachdem unser Bus auf der Fähre war, war es allerdings höchst vergnüglich, dem „Ladeprozess“ weiter zuzusehen.

Als endlich diverse weitere Autos, Motorräder und auch der Bus auf der Fähre waren, starteten wir zur Überfahrt, die teilweise fast an norwegische Fjordfahrten erinnerte.

Im „Spiegel“ hatten wir ca. vier Wochen vor unserer Reise einen Artikel über ein albanisches Ehepaar gefunden, die nach mehreren Jahren in Deutschland zurück nach Albanien gegangen sind und im Valbonatal (im Länderdreieck Albanien, Serbien, Kosovo) ein Guesthouse eröffnet haben. Das wollten wir uns anschauen, insbesondere nach den Bildern, die zum Artikel gehörten.

Ins Tal fährt man entlang der Valbona.

Geparkt haben wir auf der anderen Seite der Valbona und dann ging’s über eine kleine Brücke zu den Gasthäusern.

Wir haben uns ein Zimmer genommen, da sowohl Regen als auch nächtliche einstellige Temperaturen vorhergesagt waren. Außerdem wollten wir die Kochkünste unserer Gastgeberin, die im Artikel besondere Erwähnung fanden, genießen. Tatsächlich, es war köstlich. Verschiedene Börek, ein Kartoffel/Gemüse-Auflauf, Lamm und frisch gebackenes Brot sowie Salat und ein wunderbarer Orangenkuchen, ließen uns phantastisch schlafen.

Das Essen fand, fast wie in einer Jugendherberge, gemeinsam mit allen anderen Gästen statt. Wir stellen fest, dass wir das Durchschnittsalter signifikant nach oben gezogen haben. Trotzdem klappte die Verständigung wunderbar und jeder konnte ein paar Geschichten zu einem gelungenen Abend beisteuern. Am nächsten Morgen, nach einem reichhaltigen Frühstück, inklusive der albanischen Version von Pancakes, ging’s ab in den Süden. Dazwischen eine Übernachtung am Strand.